Dan Ariely – Denken hilft zwar, nützt aber nichts

Dieses Buch habe ich eigentlich zunächst nur deshalb gekauft, weil der Titel irgendwie spannend war, allerdings habe ich nicht viel erwartet – es war ein Vorschlag von meinem BWL-Prof, den er in der Vorlesung gemacht hat. Wenn Profs in Vorlesungen Bücher vorschlagen, heißt das normalerweise, dass sie bei Einschlafproblemen besser wirken, als jede Schlaftablette.

 

Doch hier weit gefehlt. Obwohl eigentlich wissenschaftlich – es werden viele Studien vorgestellt -, schafft Ariely es, die Menschheit mit viel Humor und netten Anekdoten zu analysieren und festzustellen, dass wir ganz schön unlogische Wesen sind. Klar, das wussten wir alle schon vorher, erleben wir uns doch jeden Tag selbst, aber vieles von dem, was er anmerkte, war zumindest mir selbst noch nicht bewusst. Jedenfalls ist das Buch ungeheuer lesenswert, witzig, gleichzeitig bildend – und es zeigt einem auf, dass wissenschaftliche Arbeit tatsächlich Spaß machen kann. ( Ich will mit Ariely arbeiten! Dringend! )

 

Einziger Teil, der ein wenig hakte, war der Anhang zur Wirtschaftskrise von 2008(und folgend). Obwohl aufschlussreich und verständlich, war der Stoff hier doch ein wenig trocken. Aber am Ende war man auch hier froh, es nicht beiseite gelegt zu haben, weil auch hier neue Erkenntnisse warteten – wenn auch leider keine lustigen Geschichten mehr dazu. Aber bei dem Thema ist wohl auch nichts lustig.

 

Fazit jedenfalls: Lesenswert und trotz wissenschaflichem Hintergrund eher zu lesen wie Kurzgeschichten.

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