Roald Dahl – Der krumme Hund

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: Januar 1970 (3. Auflage)
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch
  • ISBN: 3-499-10959-X
  • Taschenbuch 128 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Roald Dahl, dessen wohlige Schauergeschichten „Küßchen, Küßchen“, “ … und noch ein Küßchen“ auch die deutschen Leser begeisterten, erzählt hier die düster-komische Grusel-Episode von einem makabren Rattenfänger, einer Leiche im Heu, einem Mann, der eine Madenfabrik für Angler gründen will und von dem teuflichen Versuch, mit zwei Windhunden, die einander täuschend ähnlich sehen, die gerissenen Buchmacher übers Ohr zu hauen.

Inhalt: 

Das Buch erzählt von mehreren Begebenheiten aus dem Leben von Claud und Gordon.

Aufbau:

Es sind vier kurze Geschichten, die aber alle vier chronologisch zusammengehören. So ist der Hund, der der Mittelpunkt der letzten Geschichte ist, in der ersten noch ein Welpe, in der letzten aber ein ausgebildeter Rennhund.

Charaktere: 

Gordon, der Ich-Erzähler der Geschichten, wird nicht groß thematisiert. Auch von Claud erfährt man nicht viel. Lediglich ausschweifend redet er über Gaunereien bei Hunderennen und scheint für all die illegalen und oft qualvollen Methoden eine gewisse Faszination zu hegen. Das wenige, was man erfährt, lässt ihn aber unglaublich unsympathisch dastehen und man fragt sich, was die anderen Charaktere im Buch dazu bewegt, überhaupt Freundschaften zu ihm aufzubauen.

Fazit: 

Roald Dahl kannte ich bisher als hervorragenden Autor von Hexen hexen, Matilda, Charlie und die Schokoladenfabrik, …

Entsprechend enttäuscht war ich von diesem Buch. Vier zwar irgendwie zusammenhängende, aber doch nicht zusammen passende Geschichten, die alle vier kein vernünftiges Ende haben, und deren Sinn sich teilweise nicht einmal erschließt. Warum ist ein Rattenfänger, dessen Besuch nicht zum Vertreiben der Ratten führt und dessen Geschichte keinen Abschluss findet, in irgendeiner Form für die Geschichte eines Betrugs beim Hunderennen notwendig? Sie baut weder Spannung auf, noch charakterisiert sie die Protagonisten. Und warum müssen mehrere Seiten Doping und andere Rennmanipulationen bis ins Detail aufgeführt werden, wenn nichts davon innerhalb der Geschichte genutzt wird?

In einer Kritik des ÖR hieß es „Wer gescheit und anspruchsvoll unterhalten sein will, der greife nach Roald Dahls ‚Krummen Hund'“, aber ich sehe in der Geschichte weder Anspruch, noch irgendeine Form von Unterhaltung. Eher ist es eine Ode an die Tierquälerei.

Dennoch muss ich einen Stern zusätzlich geben, weil zumindest die letzte Geschichte fesselnd war. Man wollte wissen, ob Claud und Gordon mit ihrem Betrug durchkommen. Das Ende allerdings ließ einen wieder unbefriedigt zurück.

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