Tobias Mann – Hilfe, die Googles kommen

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 2013
  • Verlag: Ullstein
  • ISBN: 978-3548374536
  • Taschenbuch  272 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Macht Online-Shopping irre? Kann man den Sinn des Lebens googeln? Würde Jesus heutzutage die Bergpredigt twittern? Und warum taucht ein Shitstorm nie in der Wettervorhersage auf? Mit Witz und Tempo widmet sich Comedian Tobias Mann den unendlichen Weiten des World Wide Web – und schildert, wie uns Apple & Co. zur Evolution zwingen. Denn in der digitalen Welt muss man stets ein paar Pointen voraus sein. Und dafür ist Tobias Mann genau der richtige, ähm, Mann.

Inhalt: 

Tobias Mann erzählt von seinen eigenen Erfahrungen, sowie beobachteten oder am Klischee erarbeiteten Begebenheiten aus der Online-Welt.

 

Aufbau: 

Die Kapitel sind zugegebenermaßen gut eingeteilt. So widmet sich jedes einem bestimmten Teilphänomen des Internets, sei es nun die Email,  der Chat oder aber die Suchmaschine. Diese Kapitel sind wiederum teils mehr, teils weniger sinnig in Unterkapitel eingeteilt und manchmal durch Karikaturen aufgelockert.

 

Fazit: 

Obwohl dies ein Buch eines Kabarettisten ist, habe ich über das gesamte Werk hinweg nicht ein einziges Mal geschmunzelt. Und das nicht, weil ich mich oder mir wichtige Menschen wiedererkannt hätte und deswegen beleidigt wäre. Ich habe sowohl mich als auch meine Eltern wiedererkannt, ja. Aber das Buch liest sich eigentlich eher wie ein uninteressant geschriebener Tatsachenbericht und nicht wie eine satirische Überspitzung. An vielen Stellen fand ich es sogar schlichtweg langweilig. Zwar hat sich im Netz in den letzten 4 Jahren seit Erscheinen des Buches viel getan, aber ich denke, auch 2013 war fast alles, was er dort aufgeschrieben hat, als Witz schon so ausgelutscht, dass es nicht mehr in Buchform hätte veröffentlicht werden müssen.

Dabei kann man Mann keine langweilige Schreibweise an sich vorwerfen. Bis auf die Tatsache, dass er einiges überstrapaziert (unter anderem verfälschte Goethe-Zitate), schreibt er eigentlich recht angenehm. Rein das Thema gibt einfach für mich in seiner hier vorliegenden Bearbeitung nichts mehr her und ist daher uninteressant. Einzig die Karikaturen hatten einen gewissen Charme und der gut sortierte Aufbau ist etwas, von dem sich einige Sachbuchautoren gern ein Scheibchen abschneiden dürften.

 

 

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