Bernd Perplies, Christian Humberg – Die Wächter von Aquaterra

Die Wächter von AquaterraBuchdetails

  • Erinnert an: Die Lucius Adler-Reihe der selben Autoren, vom lockeren und bis zum Ende spannenden Schreibstil her auch an ‚Maggie und die Stadt der Diebe‘ von Patrick Hertweck
  • Genre: SciFi, Kinderbuch
  • Erscheinungsdatum: 2017
  • Verlag: Thienemann Esslinger Verlag
  • ISBN: 9783522184526
  • Hardcover 256 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klappentext: 

Durch Zufall trifft Finn auf die künstliche Intelligenz Omikron 1, die sich in seiner Datenbrille versteckt hat und seinem Uraltmodell ein geniales Update verpasst. Als plötzlich eine insektenartige Spezies auf einem Schwebemotorrad Jagd auf ihn, seine Freundin Anna und den jungen Karadeem Tresk macht, wird ihnen klar, dass irgendjemand Omikron 1 haben will. Koste es, was es wolle! Die drei müssen herausfinden, wer dahintersteckt und welchen fiesen Plan er verfolgt, mit Köpfchen und Tresks scharfen Krallen …

Inhalt: 

Die Erde ist bestimmt ein langweiliger Ort. Das glaubt Katzenwesen Tresk als sein Vater als Botschafter auf die Erde beordert wird und er mit muss. Und schon am ersten Tag lässt sein Vater ihn dann auch noch alleine, mit dem etwa gleichaltrigen Menschenmädchen Anna.

Finn, Annas bester Freund, bekommt am Weltenfest, dem Fest des ersten Kontakts mit Außerirdischen, eine uralte Second-Hand-Datenbrille von seinem Vater geschenkt. Mehr können sie sich einfach nicht leisten. Doch aus der Enttäuschung wird schnell Freude, denn eine künstliche Intelligenz spielt sich selbst darauf, auf der Flucht vor … Ja, vor was? Denn Finns Datenbrille hat so wenig Speicher, dass Omikron 1, die KI, nicht mehr weiß, wofür er gedacht war oder vor wem er floh.

Aber schnell wird klar, dass er zumindest wirklich hatte fliehen müssen, denn auf einmal sind Käferaliens hinter Finn her und nur mit Hilfe von Anna und ihrem Gast gelingt es Finn, seine Brille und damit Omikron zu behalten. Nun wollen die drei Kinder mehr wissen und stürzen sich von einer Gefahr in die Nächste.

 

Charaktere: 

Wie in jedem guten Kinderbuch mit mehreren Protagonisten gibt es auch hier drei verschiedene Charaktere, die alle eigene Fähigkeiten haben und die einander ergänzen. Finn, der als Sohn eines Taxifahrers selbst fahren kann, Tresk, der als Katze gut klettern und springen, aber vor allem im Dunkeln sehen kann, und Anna, die die Kluge in der Gruppe ist – und die mit Zugang zu Orten, wo man sonst nicht hinkommen kann.

Das Abenteuer ist etwas zu kurz, um die Charaktere wirklich abseits der offensichtlichen Stärken und Schwächen genauer zu betrachten, aber das fällt hier nicht unangenehm auf.

Meinung:
In kleinen Teilen war mir die Geschichte etwas zu offensichtlich. Aber ich bin auch erwachsen und das Buch ist für Kinder gedacht. Bei der eigentlichen Zielgruppe sollte das wohl kein Problem darstellen. Und die beiden Autoren schreiben spannend und lebendig, so dass es auch bei mir nicht weiter ins Gewicht fällt.

Was mich aber wirklich begeistert hat, waren kleine Hints zu Serien und Filmen, die die Autoren vermutlich wissentlich eingebaut haben? Dass beide Trekkies sind, kann man jedenfalls zwischen den Zeilen gut herauslesen, aber ich hab auch noch andere Popkultur-‚Phänomene‘ entdeckt, auf die angespielt wird.

Und wie auch bei der Lucius Adler-Reihe der beiden, haben sie hier an manchen Stellen kleine Denkanstöße oder ‚Lektionen‘ eingebaut, die nicht groß auffallen und überhaupt nicht stören, aber dennoch wirken.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt war, dass die vielen Aliens, die in der Geschichte mittlerweile auch auf der Erde leben, ziemlich oberflächlich beschrieben werden, ebenso wie die Gebäude. Hier hätte ich mir entweder etwas tiefer gehende Beschreibungen gewünscht – was für Kinder aber vielleicht langweilig wäre – oder aber Illustrationen. So scheint die schön erdachte SciFi-Welt nicht so greifbar, wie ich persönlich sie gerne gehabt hätte.

 

Fazit: 

Fantasievolles Buch für Kinder, ein wenig im Star Trek-Stil, gerade was das Zusammenleben der Kulturen betrifft.

 

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