#SchullektuereChallenge Rezension 2: Sophokles – König Ödipus

König ÖdipusBuchdetails

  • Erinnert an: /
  • Genre: Klassiker, Theaterstück
  • Erscheinungsdatum: 425 v. Chr. (Auflage von 2003, Übersetzung von 1989)
  • Verlag: Reclam
  • ISBN: 9783150006306
  • Taschenbuch 84 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Trigger: Selbstmord, Inzest, autoaggressives Verhalten (alles aber indirekt und nicht allzu explizit ausgeführt

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Arthur Byron Cover – Die Nacht der Wiederkehr

Die Nacht der Wiederkehr (Buffy the Vampire Slayer: Season 1, #2)Buchdetails

  • Genre: Fantasy, Horror
  • Erscheinungsdatum: 1999
  • Verlag: vgs Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 3-8025-2636-9
  • Hardcover 156 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Diese Rezension setzt zum Verständnis aller Kritikpunkte ein gewisses Vorwissen zur Serie ‚Buffy‘ voraus und enthält Spoiler für die erste und zum Teil zweite Staffel.

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[Kurzrezension] Uwe Wandrey (Hrsg.) – Heilig Abend zusammen

Genre nicht genau zu betiteln | 160 Seiten | Taschenbuch | Rowohlt Taschenbuch | Deutsch

Sowohl Titel (und Titelbild), als auch der etwas völlig anderes andeutende Klappentext sind fehlleitend.
Weder handelt sich um ein garstiges, sprich schwarzhumoristisches Buch, noch um ein Plädoyer für ein „Weihnachten des Friedens“, wie im Klappentext angekündigt.
Statt dessen wirkt es wie eine Traumabewältigung der Autoren, die nur Weihnachten als Hintergrundthema hat. Mehrmals geht es um Vergewaltigung, einige Male im Morde, dazu Krieg. Das am ehesten noch ins Konzept passende sind eine Geschichte und ein Comic, die Kapitalismuskritik anbringen und, wenn auch eher schlecht, betonen, dass es Weihnachten nicht nur im Konsum gehen sollte und dass man auch Ärmere am Reichtum teilhaben lassen könnte.
Abseits dessen wirkt es aber eher, als hätte sich jemand an möglichst plastischen Darstellungen von Gewalt ergötzt, der Bogen zu friedlichen Weihnachtsfesten wird aber in den seltensten Fällen gezogen.

Kurzrezensionen 13. Oktober

Da ich in den letzten Tagen mehrere Bücher beendet habe, bei keinem aber wirklich genug für eine lange Rezension zu sagen habe und euch nicht mit gleich drei Posts vollspammen möchte, fass ich diesmal einfach alle Bücher zusammen.

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[Kurzrezension] Jule Müller – Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher

Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher: Wie ich meine Zwanziger überlebteDies war eines meiner ’50 Seiten anlesen‘-Bücher, das ich allerdings nur schwer aus der Hand legen konnte. Einerseits, weil es mich schon ein wenig beschämt, wie viele Bücher ich in letzter Zeit abgebrochen habe, andererseits aber auch, weil es eine Art perversen Reiz auf mich ausgeübt hat.

Denn dieses Buch ist quasi der RTL2-Nachmittag in Papierform. Eine lächerlich wirkende Mischung aus Jugendsprache und Denglisch, von denen man immer meint, dass keiner wirklich so reden und erst recht nicht schreiben würde. Dazu Drogen, Alkoholexzesse und Sex.

Die ersten 150 Seiten waren also pures Fremdschämen, eine Art Guilty Pleasure – und ich entschuldige mich, dass auch ich jetzt auf Denglisch zurückgreifen muss. 150 Seiten in denen der Anfang der Zwanziger beschrieben wird.

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[Kurzrezension] Frank Jöricke – Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage

„Am Tag, als X geschah, tat meine Familie Y“. So beginnt jedes einzelne Kapitel dieses Romans, der gar keiner zu sein scheint, fehlt ihm doch irgendein sichtbarer roter Faden, oder eine wirkliche Geschichte. Dabei habe ich mir wirklich Mühe gegeben, ihn zu mögen.

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Catherynne M. Valente – Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte

The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own M... by Catherynne M. Valente

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: März 2013
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (Hm, merkwürdig, dabei ist es ein Hardcover)
  • ISBN: 978-3-499-21632-9
  • Hardcover  320 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Die 12-jährige September führt ein schrecklich langweiliges Leben in Nebraska, wo sie den lieben langen Tag nur gelb-rosa Teetassen abspülen und mit ihrem Hündchen spielen kann. Bis eines Tages der Grüne Wind auf seiner Leopardin der leichten Lüfte an ihr Fenster fliegt und sie zu einem großen Abenteuer ins Feenland einlädt. Tatsächlich wird Septembers Hilfe dringend gebraucht, denn im Feenland herrscht eine schreckliche Marquess, die nicht älter ist als September selbst. Sie verlangt von September, einen ganz besonderen Gegenstand aus dem gefährlichen Gespinstwald zu holen. Sonst will die Marquess das Feenland in einen langweiligen, phantasielosen Ort verwandeln und den Einwohnern das Leben zur Hölle machen – darunter auch Septembers neue Freunde, der bücherliebende Lindwurm A-bis-L und der blaue Dschinn Samstag. Mit viel Mut und noch mehr Herz stellt sich September ihrer schwierigen Aufgabe.

Inhalt: 

Ohne auch nur kurz an ihre Mutter zu denken, die ganz allein ist, seit Septembers Vater in den Krieg gezogen ist, verlässt das Mädchen sein Zuhause und macht sich auf eine Reise ins Feenland. Dabei wird ihr von Anfang an nicht erklärt, warum sie dort hin sollte, und auch die Gesetze lernt sie eigentlich nur im Vorbeigehen. Dass sie ihr eigenes Blut geben muss, um überhaupt ins Land zu kommen, wird ihr beispielsweise erst gesagt, als sie längst am Eingang der Feenwelt ist.

Und dann folgt ein Irren durchs Land, wo sie Geschöpfe trifft, die an bekannte Märchengestalten erinnern, dann aber doch völlig anders definiert sind, so dass man nichts hat, woran man sich festhalten könnte. Aus Freundlichkeit will sie einer Hexe ihren dringend notwendigen Löffel von der Herrin des Landes zurückstehlen. Diese wiederum schlägt einen Handel vor. Wenn September ihr ein Schwert aus dem Herbstwald holen kann, innerhalb von nur einer Woche, dann kriegt sie den Löffel.

Und so macht sie sich auf den Weg, begleitet von zwei Freunden, und landet immer wieder in Situationen, in denen ihr erst hinterher gesagt wird, worauf sie sich eingelassen hat, weswegen sie wieder und wieder in der Klemme steckt.

 

Charaktere: 

Um ehrlich zu sein, wirken die meisten Charaktere hier ziemlich stupide. Während September noch als herzlos beschrieben wird – was laut der Geschichte sowieso alle Kinder sind – und nur von einer Situation in die nächste stolpert, ohne dass irgendein System dahinter stecken würde, sind auch ihre Begleiter vielleicht trottelig nett, aber doch nutzlos wirkend. Der Bibliowurm – Sohn eines Bibliothek und einer Lindwurmdame – weiß nur über eine gewisse Spanne Buchstaben bescheid und wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass er von allem anderen keine Ahnung hat. Außerdem ist er obrigkeitshörig und lehnt sich selbst dann nicht auf, wenn ihm Schmerzen bereitet werden. Und der Marid – nicht Dschinn, wie im Klappentext – kann Wünsche erfüllen, aber nur, wenn man ihn besiegt und er weigert sich, so zu tun, als würde er aufgeben, um Wünsche erfüllen zu können, die ihm dann selbst nützen würden.

So ist selbst die Gruppe der eigentlich guten Charaktere eigentlich nur eine Ansammlung von Chaoten, die nur durch Glück irgendwie voran kommen.

 

Fazit: 

Wer Alice im Wunderland mag, könnte dieses Buch auch mögen. Es ist absurd, völlig verquer und folgt keinen Regeln der Logik, Naturgesetzen oder auch nur den Definitionen fantastischer Spezies, die sich über Generationen in der Fantasy als Konsens herausgebildet haben.

In Kombination mit den durchweg leider unsympathischen Charakteren und den ermüdenden Beschreibungen jeder Kleinigkeit, die selbst einen Walter Moers in den Schatten stellen, ist dieses Kinderbuch leider ein wirklicher Reinfall für mich. Positiv anzumerken sind lediglich die Illustrationen, aber auch die wirken eher kitschig-süßlich und dienen vor allem kaum dem Geschichtsverständnis, dafür sind sie zu selten und stellen zu wenig der ohnehin schon nur sporadischen Handlung dar.

Schade, dass dieses Buch in den englischsprachigen Blogs so hoch gelobt wurde. So hat es mich nur umso mehr enttäuscht.

Oliver Kuhn u.a. – iDoof, youDoof, wiiDoof

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: Mai 2011
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch
  • ISBN: 978-3548374000
  • Taschenbuch  288 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Das Leben ist schön. Auch wenn die Welt nach wie vor ein sehr unvollkommener Ort ist. Warum müssen die Leute überall und jederzeit auf dem Bildschirm ihres iPhones rumfummeln? Warum darf eine Leuchte wie Lothar Matthäus ins Fernsehen, aber Glühbirnen sind plötzlich verboten? Gibt es bald Vampire bis(s) zum Abwinken? Und natürlich die Frage: Stammt der Wulff vom Köhler ab? Die Neuversion des Bestsellers Arschgeweih – wenn Sie dieses Buch lesen, können Sie fortan mitreden.

Inhalt: 

Was haben Kürbisse, Kartoffeln, China, Christian Wulff und drei Mal Stefan Raab gemeinsam? Richtig, nichts. Außer, dass die Autoren meinen, sie sind es wert, dass man sich über sie lustig macht. Daneben wird noch eine ganze Reihe anderer Dinge aufgezählt, die potenziell lustig sein sollen, aber eher anmuten, als hätte jemand einfach gleich das ganze Lexikon abgeschrieben.

 

Aufbau:

Wie ein Lexikon aufgebaut, gibt es alphabetisch geordnete Beiträge, die oft in Ich-Form erzählt werden. Problematisch ist hierbei, dass nicht geschrieben wird, wer der jeweilige Autor ist.

 

Fazit: 

Ich war selten glücklicher, ein Buch endlich durch zu haben. Erwartet habe ich Satire, sind doch Magazine wie Extra 3 gut darin, sich über eine Sache oder Angewohnheit lustig zu machen, dabei aber auch sachliche Argumente dafür vorzubringen und nicht oder nur wenig zu verletzen. Oder wenigstens eine verniedlichende Verhohnepipelung, wie sie Stand-Up Comedians anwenden.

Statt dessen wird hier nicht argumentativ gearbeitet. Warum soll man sich über etwas lustig machen? „Mir geht […] einfach nur auf die Nüsse.“ Die Autoren haben hier lediglich ihre eigene Meinung aufgeschrieben, ohne diese – witzig oder nicht – genauer darzulegen und den Leser so wirklich daran teilhaben zu lassen. Dabei hätten sie tatsächlich auch einige Dinge gehabt, die man hätte ausbauen können. Neumoderne Vampirromane, Radsport, die Namen prominenter Kinder und Smartphone-Zombies (zu denen ich mich auch zähle, es geht mir also nicht um eine Beleidigung meiner Person). Diese wurden aber nicht genutzt, sondern gehen in einem Einheitsbrei von Meckern und dummen Sprüchen unter.

Was aber an diesem Buch am Schlimmsten ist, sind die Beleidigungen und politischen Inkorrektheiten. Alleine viermal habe ich das N-Wort zur Beschreibung schwarzer Mitbürger gezählt. Schwule Knutschszenen im Fernsehen stören den Autor und sollen daher bitte von den Schreiberlingen unterlassen werden. Darüber hinaus wurden anstrengende Kinder von Hartz IV-Empfängern unterstellt, sie hätten degeneriertes Erbgut. In meinen Augen ist das Buch damit also eher ein Fall für die Staatsanwaltschaft als für ein gut sortiertes Bücherregal.

Und selbst, wenn Ziel des Buches eigentlich war, den Leuten vor Augen zu führen, wie lächerlich unsere Mecker- und Lästerkultur ist, und es nur diente, dem Leser zu zeigen, dass er genauso ist, wie die Autoren sich hier geben, stellt sich doch die Frage, warum dafür fast 300 Seiten und 9 Euro nötig sind.