
Es war ein Monat mit viel. Viel Warten auf die Post, viel Hitze – aber auch viele Bücher.
Bücher und Zahlen:
Zwar war es im Endeffekt ein Buch weniger als im letzten Monat (13 insgesamt), dafür aber nur drei Hörspiele – und diese drei sind auch die einzigen Rereads. Hinzu kommt ein abgebrochenes Buch.
Top des Monats war „Homebody“ von Theo Parish, ein autobiografischer Comic einer trans Person. Eigentlich kann ich nichts Besonderes dazu sagen, weil es eine sehr ähnliche Story ist, wie die meisten Biografien in der Richtung, aber die Zeichnungen sind spannend – und das Konzept, dass der eigene Körper auch wie ein Haus ist, das man ja auch so einrichtet, dass man sich wohlfühlt. (Wobei ich da der Typ bin, dass es mir bei echten Häusern eher auf Funktionalität ankommt und ich jetzt nicht jede Fliese ändern würde, nur, weil sie mir nicht passt, weshalb der Vergleich für mich nicht so ideal ist.)

Flop des Monats ist tatsächlich mal ein Terry Pratchett? Wobei Flop relativ harsch ist, ich hab dem Buch – das ich tatsächlich noch nicht kannte, 2,5 Sterne gegeben. Aber „Der Zauberhut“ hat sehr viel, was ich schlicht langweilig – und zeitweise nicht gut durchdacht – fand. Es wirkt wie eine Kopie von „Das Erbe des Zauberers“, mit dem unwahrscheinlichen Außenseiter der Magie wirkt, angeleitet vom Stab eines verstorbenen Zauberers. Nur, dass diesmal der Zauberer sein Bewusstsein nicht in einen Baum, sondern den Stab selbst transferiert hat und auf einem Machttrip ist. Und deshalb beinahe die Welt zerstört und seinen eigenen Sohn umbringt? Der Part, wo der Junge der Sohn des Stabes ist, wird nach der ersten Szene gar nicht mehr beachtet und das macht für mich ziemliche Probleme, die Handlungen nachzuvollziehen. Hinzu kommt dann mal wieder Rincewind, der formvollendet fliehen darf, wie wir es schon in den ersten beiden Scheibenwelt-Romanen hatten. Das wirkt halt einfach schon ausgelutscht im Vergleich zu vielen späteren Romanen, die origineller sind. (Und weniger an eine chaotische Dungeons und Dragons-Kampagne erinnern.) Also kein SCHLECHTES Buch, aber für einen Pratchett schon enttäuschend, und da ich kein Buch in diesem Monat schlechter bewertet habe …
Monatsplanung Juni:
Wir sind schon mitten in „MacBest“ und obwohl ich das beim ersten Lesen mit 2 Sternen bewertet habe – die Hexen und ich haben, als ich noch ein Teenager war, nicht geklickt -, gefällt es mir bisher ganz gut. Ich weiß nicht, ob am Ende etwas kommt, was meine damalige Bewertung begründet, ist schon lange her, aber das herauszufinden gilt es im Juni.