Die Odyssee auf der Suche nach neuem Lesestoff

Welcher Buchleser kennt das nicht? Man möchte endlich mal wieder neuen Lesestoff in einem Genre finden, das einen gerade mal wieder reizt. Doch wenn man nicht den neuesten Roman eines Lieblingsautors oder einer Lieblingsautorin kaufen kann, weil es da einfach nichts gibt, wird die Suche schon schwieriger. 

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[Monatsrückblick] Oktober 2019

 

Heute Abend ist die Nacht der lebenden Toten. Die Zeit, in der die Grenze zwischen den Welten dünn wird und Geister unter uns wandeln. Naja, oder einfach nur die Nacht, in der alle zu viele Süßigkeiten essen und im Zuckerkoma Geister sehen und sich selbst wie Zombies bewegen. Herzlich Willkommen am Ende des Oktobers.

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#Readathon 10/2019 Summary Post

And once again it is October, which means it’s time for another Dewey’s Readathon. Once again this means 24 hours – or in my case 25, as in Europa tonight is the change between summer and winter time – of reading, snacking and … how ever you call excessively using social media to stay in touch with readers worldwide.

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T. S. Orgel – Terra

TerraBuchdetails

  • Erinnert an: Etwas an den Marsianer von Andy Weir. Ähnlich viel Technik, ähnlich viel Hindernisse. Dazu ein Setting, dass an Becky Chambers erinnert: Sehr langer Raumflug.
  • Genre: Scifi, mit einem Hauch politischer Thriller
  • Erscheinungsdatum: 2018
  • Verlag: Heyne
  • ISBN: 9783453319677
  • Taschenbuch 550 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Triggerwarnungen: Ein recht rassistischer Charakter – der allerdings deshalb auch durchaus kritisiert wird – und nicht gerade ein Sympathieträger innerhalb der Geschichte ist.
  • Positiv anzumerken: Sehr ausgiebiges Worldbuilding, obwohl nicht einmal alles Recherchierte wirklich in das Buch floss (ja, ich hab meine Quellen 😀 ), viele verschiedene Ethnien, eine spannende Form der Prothese – und damit auch Einbeziehung von Behinderung

 

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#SPBuch – Indie-Bücher und ich

Kerstin und Janna von KeJas-BlogBuch haben gerufen, also möchte ich natürlich antworten. Nachdem es vor einer Weile schon eine Aktion gab, bei der man möglichst Selfpublisherbücher lesen und darüber berichten sollte, gibt es diesmal vor allem Fragen, die man beantworten kann.

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Wettbewerbe auf Sweek oder ‘Wenn du mir nicht folgst, folg ich dir auch nicht’

Eigentlich hatte ich für heute eine Rezension tippen wollen. Doch mir stößt seit Tagen immer wieder etwas übel auf: Wettbewerbe bei Sweek. (Und ja, obwohl ich selbst daran teilnehme.)

Worum geht’s?

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#AllHallowsRead – (Inklusive Kurzrezensionen 1)

Es ist zwar erst September, doch Halloween kommt immer näher. Die Zeit von Geistern, Hexen, Zombies, Vampiren und all dem anderen Grusligen, das wir Menschen uns ausdachten – oder was vielleicht im Dunkel auf uns wartet?

Damit kommt aber auch wieder die Zeit von All Hallows Read.

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Pearl S. Buck – Ostwind-Westwind

Ostwind WestwindBuchdetails

  • Erinnert an: //
  • Genre: Belletristik, (fiktive) Biografie
  • Erscheinungsdatum: 1930
  • Verlag: Rowohlt
  • ISBN: 9783499100413
  • Taschenbuch 151 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Triggerwarnungen: Noch sehr festgefahrenes Rollenbild von Frauen und institutionalisierter Rassismus, die aber beide im Laufe des Buches erkannt und abgebaut werden
  • Positives: Langsames Aufbrechen eingefahrener und toxischer Strukturen. Kampf gegen Rassismus.

 

Inhalt: 

Kwei-lan kann es nicht fassen. Ihr Mann, ein chinesischer Arzt, der im Westen studiert hat, will nicht in einem chinesischen Haus leben, chinesische Medizin praktizieren, chinesische Kleidung tragen. Und vor allem will er nicht, dass seine Frau ihm bei allem gehorcht und sittsam zu Willen ist. Er findet ihre abgeschnürten Füße eklig und möchte, dass sie sie aufbindet. Und überhaupt ist alles, was man sie gelehrt hat, in seinen Augen falsch.

Als dann auch noch ihr Bruder sich weigert, die für ihn vorbestimmte Frau zu heiraten, und lieber mit einer Amerikanerin lebt, muss die junge Chinesin ihr Weltbild völlig neu überdenken und findet sich plötzlich in einem Konflikt zwischen zwei Generationen, zwischen Tradition und Moderne wieder.

 

Aufbau:

Der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn die Protagonistin spricht das ganze Buch über zu einer ‘Schwester’, die wir aber nie kennen lernen. Sie redet damit zwar quasi den Leser direkt an, doch ist er gleichzeitig kein Teil der Geschichte, denn diese ‘Schwester’ (die keine ist und die Kwei-lan nur als solche empfindet), agiert auch.

“Du fragst, Schwester? Nach meinem Sohn? …”

Man erfährt nie, wie die beiden sich kennen gelernt haben, wer diese Schwester ist, so, dass man über einen wichtigen Aspekt die ganze Zeit im Dunkeln gehalten wird.

Darüber hinaus ist auch der sehr beschreibende Stil – jeder Stoff wird samt Farbe und Stickereien erwähnt – etwas anstrengend zu lesen.

Meinung:

Normalerweise lasse ich die Autoren sowohl beim Lesen als auch in meinen Rezensionen außen vor. Hier musste ich aber recherchieren. Für die heutige Zeit wirkte das Buch für mich auf den ersten Seiten eher rassistisch, aber ich konnte nicht einordnen, ob es im historischen China nicht doch so zuging. (Ein Mann eine Ehefrau und viele Konkubinen haben, Frauen dürfen in Gesellschaft der Männer möglichst gar nicht reden, möglichst auch nicht aufblicken, Mädchen nicht mal mit Jungen über 6 oder 8 Jahren zusammenleben … .) Es wirkte zunächst so, als würde die Autorin bewusst die chinesische Gesellschaft überspitzt darstellen, um sich über sie zu erheben. Ich wusste zwar aus dem Geschichtsunterricht, dass Mädchen von klein auf die Füße so abgebunden wurden, dass sie klein blieben und im schlimmsten Fall abfaulten, mangels Durchblutung, und, dass es ein sehr starres Protokoll gab, das über Jahrhunderte nicht reformiert wurde, aber viel mehr wusste ich nicht.

Pearl S. Buck wird aber eher in ihrem Einsatz FÜR China und AsiatInnen insgesamt, FÜR die Völkerverständigung geehrt. Leider habe ich keine chinesische Meinung dazu gefunden, so dass ich noch nicht zu 100 Prozent sicher sein kann, dass hier wirklich keine Vorurteile am Werk sind. Aber sie wird zumindest in der Weltöffentlichkeit wohl nicht kritisch betrachtet.

Erst, als ich das recherchiert hatte, wagte ich mich weiter ans Buch und konnte es plötzlich sogar genießen. Die Sprache ist mir etwas zu blumig bei den reinen atmosphärischen Beschreibungen, bei Oberflächlichkeiten, und zu wenig beschreibend beim tatsächlichen Gefühlsleben. Auch fand ich es schade, dass moralisch-philosophische Fragen nur sehr abgehackt behandelt wurden. (Wenn es keinen Beweis für Götter gibt, sollte man deshalb alle Traditionen, die mit ihnen zu tun haben, ablegen, oder kann man die beibehalten, die zumindest nicht schaden, wenn man das betreffende Kind dennoch aufklärt, dass man nicht weiß, ob es Götter gibt? …) Aber alles in allem war es spannend zu lesen, wie ein Charakter langsam in Kontakt mit Aufklärung, Wissenschaft und modernen Einstellungen kommt, mangels nötigem Wissen und Strukturen aber erst langsam daran herangeführt werden muss. Und wie aus zögerlicher Zurückhaltung der Moderne gegenüber plötzlich ein Kampf für Selbige wird, wenn es um Unrecht geht.

Eine spannende Geschichte, die zwar merklich nicht mehr aktuell ist, zur Zeit der Globalisierung, aber vielleicht aufzeigt, wie unsere eigenen Vorfahren auch erst an Themen der Aufklärung herangeführt wurden. Wie universal das Zögern ist, wenn man etwas Neues, Unbekanntes akzeptieren soll, und wie natürlich es uns plötzlich erscheint, wenn wir es leben.
Fazit: 

Ein paar Schwächen und ein recht komplizierter Stil, aber durchaus lesenswert.

 

Meinungen anderer Blogger: 

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