[Monatsrückblick] Juli 2026

Zwischen zwei schwarzen Balken steht in rot "Monatsrückblick". Links davon ist ein rotes Ziffernblatt mit Zeigern.

Dieses Mal war ich vorbereitet und habe den Monatsrückblick Tage im Voraus angelegt. (Denn am Handy ändern geht, nur das Kopieren der Formatierung und der Bilder samt Alt-Text geht aus irgendeinem Grund nicht mehr.)

Bücher und Zahlen:     

Dieser Monat war etwas besser. (Und gleichzeitig etwas schlechter, dazu kommen wir noch.) 9 Bücher, nur ein Reread, kein Hörbuch/Hörspiel. (Naja, kein beendetes, ich höre immerhin jede Nacht Hörspiele.) Und nur ein abgebrochenes Buch.

Ab ins All!: Wie wir zu fremden Planeten kommen ohne draufzugehen. Von Terraforming bis Warp-Antrieb. by Anne-Dorette Ziems, das Cover zeigt ein eher jet-förmiges Raumschiff an einer Tankstelle vor rotem Himmel, also vermutlich auf dem Mars.

 

Mein Top des Monats ist ein Buch, bei dem ich fast überlege, es mir noch mal als Print zu holen, um schnelles Recherchematerial für spätere SciFi-Romane zu haben. „Ab ins All!“ von Anne-Dorette Ziems beleuchtet den aktuellen Stand, aber auch Forschung an künftigen Möglichkeiten für so ziemlich alles, was Weltraumflüge und Planetenbesiedlung angeht. Treibstoffe von Wasserstoff bis dunkle und exotische Materie, aber auch Terraforming, Kryostase, und wie viele Menschen es überhaupt braucht, um eine genetisch stabile Kolonie auf anderen Planeten zu bauen. Hat mir jedenfalls Lust gemacht, wieder Science-Fiction zu schreiben – leider war die Lust dann aber bei Beenden des Buches aufgrund von Stress und Wetter wieder vorbei. Aber vielleicht können Rereads sie wieder herstellen?

 

Von der Buchidee zum Verlagsvertrag: Wie Buchverlage tatsächlich funktionieren by Markus Miksch, das Cover zeigt nur ein Ausrufezeichen in einem Kreis, und ist ansonsten zu etwa einem Drittel gelb, dann folgt blau.

Mein Flop des Monats war ein Schreibrateber. Gibt es eigentlich auch nur einen einzigen Guten? Ich wollte „Von der Buchidee zum Verlagsvertrag“ von Markus Miksch eigentlich noch 1,5 Sterne geben – auf den Rezensionsportalen, wo das möglich ist -, denn auch, wenn es nur an der Oberfläche kratzt und nur Infos präsentiert, die man kostenlos in jedem Forum, auf Literaturcafé und oft bei den Agenturen und Verlagen selbst kriegt, wäre die Übersicht als Flyer eine okaye Checkliste für angehende Autor*innen. Dass die angesprochenen Punkte längst nicht für alle Verlage und Genres gelten, sich das Buch nur an Plotter*innen richtet und damit die Hälfte der Schreibenden außen vor lässt, und sich nur aufs Exposé konzentriert, statt auf Pitch-Aktionen und Wettbewerbe, die der einzige Weg in den Großverlag sind, wenn man keine Agentur im Hintergrund hat (oder, im Einzelfall mit viel Glück, schon bei Kleinverlagen Erfolg hatte), sei mal alles ignoriert. Ebenso wie die dreiste Lüge, dass eines von Mikschs ghostgewriteten Büchern den Literaturnobelpreis gewonnen hätte – der an Menschen, nicht an Bücher geht.

Aber 40 % dieses Buches sind Werbung. Man soll neun Euro für ein E-Book zahlen (ohnehin schon überteuert, dafür kriegt man bis zu zwei Kleinverlagsromane), mit nur 80 Seiten, die auch noch so formatiert sind, dass möglichst wenig auf einer Seite ist, und dann ist noch fast die Hälfte Werbung? Das ist ein absolutes No-Go und verdient eigentlich nicht mal einen Stern. (Ich rate außerdem den geneigten Lesenden dazu, den Autor erst zu recherchieren, vor allem seine anderen Werke. Ich habe es zu spät getan. Das ist ein rechter Schwurbler, der unter anderem Desinformation über Covid verbreitet hat, in gleich mehreren Büchern.)

 

Monatsplanung August:

Bei Pratchett sind wir jetzt bei „Guards! Guards“ und das wird uns noch drei Wochenenden begleiten. Ansonsten habe ich noch bis Ende August ein Skoobe-Abo, lese also vor allem da Bücher, die ich sonst vielleicht nicht auf dem Schirm gehabt hätte, aber auch ein paar, die ich nur als Print habe und wegen der Schulter immer noch nur schlecht lesen kann.

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