Classic Confessions #20

Classic Confessions

 

Dieses Mal denke ich sogar rechtzeitig daran, die Frage von Antonia von Lauter&Leise zu beantworten. Diese Woche fragt sie:

Mit welchem klassischen Autor würdest du dich gern mal auf ein Gespräch und Tee treffen?

Da kann es doch nur eine Antwort geben: William Shakespeare. Einerseits gibt es ja immer noch den Streit, ob er wirklich existiert hat, ob er vielleicht ganz anders hieß, oder ob mehrere Autoren zusammen unter dem Namen Stücke verfasst haben. Also wäre es ganz interessant, zu sehen, wer hinter dem Namen steckt. Andererseits ist er aber einfach auch der größte Autor der Welt und es wäre sicher ganz interessant, zu erfahren, wie er (oder sie) so ist. Scheint ja Humor zu haben und kein allzu großer Macho zu sein.

 

Und wenn ich den guten Will nicht haben kann, möchte ich bitte Lewis Carol fragen, was zum Teufel er geraucht hat.

 

Welchen Autor eines Klassikers würdet ihr gerne treffen?

Classic Confessions #11, 12 und 13

Classic Confessions

 

Ich habe wieder lange ausgesetzt, also beantworte ich heute gleich alle ausstehenden Fragen von Antonias Blog Lauter & Leise.

 

Frage 11: Was ist dein klassisches Lieblingsdrama?

Ich liebe Hamlet. Aber noch besser ist Nathan der Weise. Dass schon so früh in unserer Geschichte jemand aufgezeigt hat, dass Juden, Moslems und Christen eigentlich alle gleich sind, dass wir friedlich zusammen leben können, dass diese Aussage Teil unserer deutschen Kultur ist, dank Lessing, ist einfach … klasse. Leider vergessen das heute viele, sehen Migration als Bedrohung an. Gerade deshalb ist es wichtig, sie daran zu erinnern, dass Migration nicht etwa unsere Kultur bedroht, sondern dass gerade unser kulturelles Erbe uns daran erinnert, dass wir Fremden offen begegnen sollten.

 

Frage 12: Welches moderne Buch hat für dich Klassiker-Potenzial?

Gehört Dürrenmatt schon zu den Klassikern? Wenn nicht, dann muss er. Ansonsten denke ich, ich bin für die Tintenwelt-Trilogie. Natürlich gibt es Harry Potter, aber das stellt nur eine Welt dar. Tintenherz und seine beiden späteren Bände hingegen sind die unendliche Geschichte unserer Generation. Es regt die Fantasie an, sagt dir ‚Du kannst aus Geschichten machen, was du willst‘ und dass die Fantasie manchmal mächtiger als Waffen ist. In einer Welt mit vorgekauten Fernsehhäppchen, die eigentlich alle gleich sind, brauchen wir so etwas.

 

Frage 13: Wann war das letzte Mal, als du tatsächlich einen Klassiker gelesen hast und welcher war es?

Öhm, vor vier Tagen? Also eigentlich bin ich gerade dabei Alice im Wunderland zu lesen, es ist nur schon vier Tage her, dass ich das letzte Mal dazu gekommen bin. Danach folgt die Zeitmaschine und dann schauen wir mal weiter. Also nicht sooo lange her.

 

Und ihr? Welchen Klassiker habt ihr zuletzt gelesen?

Und welches Buch hat für euch das Potenzial, ein Klassiker zu werden?

Classic Confessions #9 und #10

Classic Confessions

 

Hallo ihr Lieben,

 

leider frisst die Uni gerade viel mehr Zeit als schön ist, daher konnte ich letzte Woche schon nicht bei den Classic Confessions von Lauter&Leise mitmachen. Aber diese Woche nehm ich mir jetzt einfach mal die Zeit, um beide Wochenfragen zu beantworten. Vor allem, weil ich wohl schon wieder keine Rezension posten kann – das eine Buch, das ich in der Zeit geschafft habe, ist nämlich schon wieder weiter gewandert und ich hab noch kein Coverfoto machen können.

Aber jetzt mal ran an den Klassikerspeck:

Frage 9: Welchen Klassiker liest du gerade, beziehungsweise: Welcher Klassiker steht als nächstes auf deiner Leseliste?

Ich hänge seit Ewigkeiten im Vorwort von Sun Tzus ‚Die Kunst des Krieges‘ fest, habe aber meist nicht so wirklich Lust, da weiter zu lesen. Eines Tages werde ich es schaffen, alleine schon für die Rory Gilmore-Challenge, aber das kann dauern.

Ansonsten sind auf meiner Leseliste noch Faust und die Ilias ganz oben zu finden, und für eine Lesechallenge muss ich dieses Jahr noch ein Buch lesen, dass ich seit der Schulzeit nicht mehr gelesen habe, und das mindestens 100 Jahre vor meiner Geburt erschienen ist. Zwei Aufgaben, aber ich will sie aus Zeitgründen lieber kombinieren, also werde ich wohl Macbeth mal wieder lesen. Alle anderen wirklich alten, aber guten Schullektüren hatte ich in der Zeit seit dem Abi schon wieder gelesen.

 

Frage/Aufgabe 10: Überdramatisiertestes Buchende in einem Klassiker

SPOILER!

Werther! Ich hasse Werther mit aller Kraft, die ich zum Hassen aufbringen kann. Sicher war jeder schon mal unglücklich verliebt, aber sich nur deswegen den Schädel wegzupusten? Und ich begreife nicht, wie Menschen das lesenswert finden können. Der Kerl schreibt immer entweder, wie toll das Leben ist, weil die Sonne so schön auf die Wiese scheint, oder wie furchtbar das Leben ist, weil die Frau, die er eine Woche kennt, mit einem Anderen zusammen ist. Wenn er sich wenigstens aus politischen Gründen, aus Protest umbringen würde. Aber nein, er ist nur manisch-depressiv und stürzt von einer unglücklichen Liebe in die nächste und kriegt sein Leben dabei nicht geordnet. Er war schon vor dem Ende einfach nur eine selbstmitleidige Nervensäge. Aber sich dann einfach zu erschießen, und zwar so, dass die, die ihn tatsächlich noch mögen, ihn kurz darauf auffinden, ist egoistisch, kindisch und völlig überdramatisiert. Wobei ich fast froh darüber bin, immerhin konnte er einen so nicht mehr weiter aufregen. Ja, das klingt herzlos, aber lest es doch selbst. Furchtbar.

 

Und? Welchen Klassiker wollt ihr als Nächstes lesen?

Was war euch viel zu überdramatisiert?

 

Classic Confessions #7

Und wieder stellt Antonia von Lauter & Leise  eine Frage und wieder beantworte ich sie – auf den letzten Drücker. Heute fragt sie:

Wie steht ihr zu Klassiker-Verfilmungen?

Das kommt für mich immer darauf an. Ich liebe zum Beispiel den Hamlet mit Kenneth Branagh. Die Verfilmung mit David Tennant mag ich nicht so, dabei bin ich großer Tennant-Fan. Aber da haben sie, wenn ich nichts überhört habe, meine Lieblingszeile rausgekürzt: Wenn die Sonne Maden in einem toten Hund ausbrütet, bedeutet das eine Gottheit die Aas küsst.
Und neulich habe ich eine Austen-Verfilmung mit Alan Rickman gesehen. Sehr gut gemacht.
Aber da gibt es natürlich auch Schlechte. Felix Krull von Thomas Mann wird nicht besser, nur weil man ihn verfilmt. Also kann man schlecht sagen, ich mag Verfilmungen generell.

ABER ich mag den Gedanken dahinter. So kann man einige dicke Wälzer an den Mann bringen, ohne sie zu lesen. Ich lese gern, aber manches wie Tolstoi schreckt mich dann doch noch ab, zumal ich so viel andere, leichtere Literatur habe. Und manchmal tut ein Film auch dem Hirn ganz gut. Etwas Entspannung. Dann ist es doch schön, wenn ich einen Klassiker der Weltliteratur schaue und nicht den RTL2-Nachmittag. Also generell bin ich immer für Verfilmungen. Nur möglichst nur eine pro Buch pro Generation, sonst wird es irgendwann langweilig. Aber jede Generation sollte ihre eigenen Lieblingsschauspieler in solchen Stücken sehen, um einen Anreiz zu kriegen, das schon. Das lockt dann auch wieder neue Zuschauer und Leser an.

Classic Confessions #4

Antonia von Lauter & Leise stellt jeden Mittwoch eine Frage zu Klassikern, die man nicht nur einfach aus Spaß beantworten kann, sondern die auch noch Teil einer Verlosung ist. Die heutige Frage ist:

Habt ihr einen Lieblings-Kinderbuchklassiker und wenn ja: Welchen und warum?

Das ist ziemlich schwer zu beantworten, immerhin gibt es sehr viele Kinderbücher und man erinnert sich ja doch nicht mehr an alles, was man als Kind gut gefunden hat. Aber dennoch habe ich ein paar Favoriten. Und nein, Harry Potter wird nicht dabei sein. Denn je älter ich werde, desto mehr Punkte finde ich, die mich an Potter eher ärgern, Informationen, die mir fehlen. Aber es gibt auch Bücher, die ich zeitlos liebe, ohne dass sich da etwas verändert:

  • Die kleine Raupe Nimmersatt von Eric Carle:
    Es ist eigentlich ein recht einfaches Buch, klar. Für die Kleinsten der Kleinen. Aber irgendwie ist die Kleine immer in meinem Herzen geblieben. Und auch heute hoffe ich immer noch, dass wenn ich viel futtere, ich am Ende einfach zum Schmetterling werde.
  • Als die Tiere den Wald verließen von Colin Dann:
    Ich kannte anfangs nur die Fernsehserie, aber irgendwann habe ich die Bücher in der Bücherei entdeckt und habe sie geliebt. Und ich muss zugeben, dass Fuchs einer meiner ersten Wunschehemänner war. Nach Spock. Naja, neben Spock, Spock wird immer meine ‚große Liebe‘ sein. Egal, ich liebte die Tiere, ich liebte den Gedanken, dass man zusammen hält, um alle zu retten. Ich denke, das hat ein wenig meinen Charakter und mein Moralempfinden geprägt.
  • Wirklich wahre Weihnachtsgeschichten vom Ehepaar Rettich:
    Die Rettichs sind die besten. Ich hatte das Glück, als Kind bei einer Lesung von ihnen dabei sein zu dürfen und auch wenn ich mich an sehr wenig erinnere, ihre Bücher gehören zu denen, die ich vermutlich niemals abgeben werde. Ich habe ‚Margret Rettich erzählt von den Katzen‘ vor über 2 Jahren als Bookcrossingbuch eingetragen, weil ich dachte, ich sollte langsam mal erwachsen werden und die Kinderbücher ‚rausschmeißen‘, aber ich konnte es nicht. Und noch besser sind die Weihnachtsgeschichten. Denn, obwohl ich Weihnachten eigentlich nicht mag, gibt es nichts Schöneres, als das Fenster aufzumachen, sich in eine warme Decke zu wickeln und sie zu lesen, in der Kälte.

Natürlich gibt es auch so etwas wie Astrid Lindgren oder den Hobbit. Richtig alte Bücher. Aber nein, meine Lieblinge sind erst mittelalt und doch, in meinen Augen, schon Klassiker.

Und ihr? Welche Kinderbuchklassiker liebt ihr über alles?