Classic Confessions #11, 12 und 13

Classic Confessions

 

Ich habe wieder lange ausgesetzt, also beantworte ich heute gleich alle ausstehenden Fragen von Antonias Blog Lauter & Leise.

 

Frage 11: Was ist dein klassisches Lieblingsdrama?

Ich liebe Hamlet. Aber noch besser ist Nathan der Weise. Dass schon so früh in unserer Geschichte jemand aufgezeigt hat, dass Juden, Moslems und Christen eigentlich alle gleich sind, dass wir friedlich zusammen leben können, dass diese Aussage Teil unserer deutschen Kultur ist, dank Lessing, ist einfach … klasse. Leider vergessen das heute viele, sehen Migration als Bedrohung an. Gerade deshalb ist es wichtig, sie daran zu erinnern, dass Migration nicht etwa unsere Kultur bedroht, sondern dass gerade unser kulturelles Erbe uns daran erinnert, dass wir Fremden offen begegnen sollten.

 

Frage 12: Welches moderne Buch hat für dich Klassiker-Potenzial?

Gehört Dürrenmatt schon zu den Klassikern? Wenn nicht, dann muss er. Ansonsten denke ich, ich bin für die Tintenwelt-Trilogie. Natürlich gibt es Harry Potter, aber das stellt nur eine Welt dar. Tintenherz und seine beiden späteren Bände hingegen sind die unendliche Geschichte unserer Generation. Es regt die Fantasie an, sagt dir ‚Du kannst aus Geschichten machen, was du willst‘ und dass die Fantasie manchmal mächtiger als Waffen ist. In einer Welt mit vorgekauten Fernsehhäppchen, die eigentlich alle gleich sind, brauchen wir so etwas.

 

Frage 13: Wann war das letzte Mal, als du tatsächlich einen Klassiker gelesen hast und welcher war es?

Öhm, vor vier Tagen? Also eigentlich bin ich gerade dabei Alice im Wunderland zu lesen, es ist nur schon vier Tage her, dass ich das letzte Mal dazu gekommen bin. Danach folgt die Zeitmaschine und dann schauen wir mal weiter. Also nicht sooo lange her.

 

Und ihr? Welchen Klassiker habt ihr zuletzt gelesen?

Und welches Buch hat für euch das Potenzial, ein Klassiker zu werden?

Classic Confessions #9 und #10

Classic Confessions

 

Hallo ihr Lieben,

 

leider frisst die Uni gerade viel mehr Zeit als schön ist, daher konnte ich letzte Woche schon nicht bei den Classic Confessions von Lauter&Leise mitmachen. Aber diese Woche nehm ich mir jetzt einfach mal die Zeit, um beide Wochenfragen zu beantworten. Vor allem, weil ich wohl schon wieder keine Rezension posten kann – das eine Buch, das ich in der Zeit geschafft habe, ist nämlich schon wieder weiter gewandert und ich hab noch kein Coverfoto machen können.

Aber jetzt mal ran an den Klassikerspeck:

Frage 9: Welchen Klassiker liest du gerade, beziehungsweise: Welcher Klassiker steht als nächstes auf deiner Leseliste?

Ich hänge seit Ewigkeiten im Vorwort von Sun Tzus ‚Die Kunst des Krieges‘ fest, habe aber meist nicht so wirklich Lust, da weiter zu lesen. Eines Tages werde ich es schaffen, alleine schon für die Rory Gilmore-Challenge, aber das kann dauern.

Ansonsten sind auf meiner Leseliste noch Faust und die Ilias ganz oben zu finden, und für eine Lesechallenge muss ich dieses Jahr noch ein Buch lesen, dass ich seit der Schulzeit nicht mehr gelesen habe, und das mindestens 100 Jahre vor meiner Geburt erschienen ist. Zwei Aufgaben, aber ich will sie aus Zeitgründen lieber kombinieren, also werde ich wohl Macbeth mal wieder lesen. Alle anderen wirklich alten, aber guten Schullektüren hatte ich in der Zeit seit dem Abi schon wieder gelesen.

 

Frage/Aufgabe 10: Überdramatisiertestes Buchende in einem Klassiker

SPOILER!

Werther! Ich hasse Werther mit aller Kraft, die ich zum Hassen aufbringen kann. Sicher war jeder schon mal unglücklich verliebt, aber sich nur deswegen den Schädel wegzupusten? Und ich begreife nicht, wie Menschen das lesenswert finden können. Der Kerl schreibt immer entweder, wie toll das Leben ist, weil die Sonne so schön auf die Wiese scheint, oder wie furchtbar das Leben ist, weil die Frau, die er eine Woche kennt, mit einem Anderen zusammen ist. Wenn er sich wenigstens aus politischen Gründen, aus Protest umbringen würde. Aber nein, er ist nur manisch-depressiv und stürzt von einer unglücklichen Liebe in die nächste und kriegt sein Leben dabei nicht geordnet. Er war schon vor dem Ende einfach nur eine selbstmitleidige Nervensäge. Aber sich dann einfach zu erschießen, und zwar so, dass die, die ihn tatsächlich noch mögen, ihn kurz darauf auffinden, ist egoistisch, kindisch und völlig überdramatisiert. Wobei ich fast froh darüber bin, immerhin konnte er einen so nicht mehr weiter aufregen. Ja, das klingt herzlos, aber lest es doch selbst. Furchtbar.

 

Und? Welchen Klassiker wollt ihr als Nächstes lesen?

Was war euch viel zu überdramatisiert?

 

Classic Confessions #7

Und wieder stellt Antonia von Lauter & Leise  eine Frage und wieder beantworte ich sie – auf den letzten Drücker. Heute fragt sie:

Wie steht ihr zu Klassiker-Verfilmungen?

Das kommt für mich immer darauf an. Ich liebe zum Beispiel den Hamlet mit Kenneth Branagh. Die Verfilmung mit David Tennant mag ich nicht so, dabei bin ich großer Tennant-Fan. Aber da haben sie, wenn ich nichts überhört habe, meine Lieblingszeile rausgekürzt: Wenn die Sonne Maden in einem toten Hund ausbrütet, bedeutet das eine Gottheit die Aas küsst.
Und neulich habe ich eine Austen-Verfilmung mit Alan Rickman gesehen. Sehr gut gemacht.
Aber da gibt es natürlich auch Schlechte. Felix Krull von Thomas Mann wird nicht besser, nur weil man ihn verfilmt. Also kann man schlecht sagen, ich mag Verfilmungen generell.

ABER ich mag den Gedanken dahinter. So kann man einige dicke Wälzer an den Mann bringen, ohne sie zu lesen. Ich lese gern, aber manches wie Tolstoi schreckt mich dann doch noch ab, zumal ich so viel andere, leichtere Literatur habe. Und manchmal tut ein Film auch dem Hirn ganz gut. Etwas Entspannung. Dann ist es doch schön, wenn ich einen Klassiker der Weltliteratur schaue und nicht den RTL2-Nachmittag. Also generell bin ich immer für Verfilmungen. Nur möglichst nur eine pro Buch pro Generation, sonst wird es irgendwann langweilig. Aber jede Generation sollte ihre eigenen Lieblingsschauspieler in solchen Stücken sehen, um einen Anreiz zu kriegen, das schon. Das lockt dann auch wieder neue Zuschauer und Leser an.

Classic Confessions #5

Nachdem ich gestern die Frage von letzter Woche noch schnell beantwortet habe, bevor Antonia von Lauter und Leise die Frage dieser Woche postet, kommt heute eben diese:

(Klassisches) Lieblingsgedicht – Habt ihr eins? Wenn ja, welches?

Ich glaube, da sind zwei. Beides Sonette von Shakespeare. Da wäre Nummer 130:
My mistress‘ eyes are nothing like the sun.
Warum? Nun, wer Doctor Who liebt, wird es vermutlich schon kennen. Alle anderen sollten nach David Tennant und Catherine Tate sowie Comic Relief googeln. Es ist einfach der beste Sketch, der jemals gemacht wurde und das Gedicht ist so wunderbar darin integriert, dass man es sofort lieben muss. Nur, dass es für mich eine Zeile mehr hat: Bite me, alien boy.

 

Und dann wäre da 141:

In faith I do not love thee with mine eyes.

Das einzige Gedicht außer ‚Novembertag‘ von Christian Morgenstern, das ich wirklich flüssig auswendig kann. Es ist einfach episch, es beschreibt in diesen 14 knappen Zeilen die Essenz der Liebe als solches, glaube ich. Wie man die Fehler sehen und dennoch jemanden lieben kann, wie das Herz all das ignoriert. Was natürlich auf eine Art kitschig ist, aber auf eine andere Art einfach auf den Punkt bringt, wie wir Menschen ticken.

Und ihr? Welche Gedichte liebt ihr über alles?

Classic Confessions #4

Antonia von Lauter & Leise stellt jeden Mittwoch eine Frage zu Klassikern, die man nicht nur einfach aus Spaß beantworten kann, sondern die auch noch Teil einer Verlosung ist. Die heutige Frage ist:

Habt ihr einen Lieblings-Kinderbuchklassiker und wenn ja: Welchen und warum?

Das ist ziemlich schwer zu beantworten, immerhin gibt es sehr viele Kinderbücher und man erinnert sich ja doch nicht mehr an alles, was man als Kind gut gefunden hat. Aber dennoch habe ich ein paar Favoriten. Und nein, Harry Potter wird nicht dabei sein. Denn je älter ich werde, desto mehr Punkte finde ich, die mich an Potter eher ärgern, Informationen, die mir fehlen. Aber es gibt auch Bücher, die ich zeitlos liebe, ohne dass sich da etwas verändert:

  • Die kleine Raupe Nimmersatt von Eric Carle:
    Es ist eigentlich ein recht einfaches Buch, klar. Für die Kleinsten der Kleinen. Aber irgendwie ist die Kleine immer in meinem Herzen geblieben. Und auch heute hoffe ich immer noch, dass wenn ich viel futtere, ich am Ende einfach zum Schmetterling werde.
  • Als die Tiere den Wald verließen von Colin Dann:
    Ich kannte anfangs nur die Fernsehserie, aber irgendwann habe ich die Bücher in der Bücherei entdeckt und habe sie geliebt. Und ich muss zugeben, dass Fuchs einer meiner ersten Wunschehemänner war. Nach Spock. Naja, neben Spock, Spock wird immer meine ‚große Liebe‘ sein. Egal, ich liebte die Tiere, ich liebte den Gedanken, dass man zusammen hält, um alle zu retten. Ich denke, das hat ein wenig meinen Charakter und mein Moralempfinden geprägt.
  • Wirklich wahre Weihnachtsgeschichten vom Ehepaar Rettich:
    Die Rettichs sind die besten. Ich hatte das Glück, als Kind bei einer Lesung von ihnen dabei sein zu dürfen und auch wenn ich mich an sehr wenig erinnere, ihre Bücher gehören zu denen, die ich vermutlich niemals abgeben werde. Ich habe ‚Margret Rettich erzählt von den Katzen‘ vor über 2 Jahren als Bookcrossingbuch eingetragen, weil ich dachte, ich sollte langsam mal erwachsen werden und die Kinderbücher ‚rausschmeißen‘, aber ich konnte es nicht. Und noch besser sind die Weihnachtsgeschichten. Denn, obwohl ich Weihnachten eigentlich nicht mag, gibt es nichts Schöneres, als das Fenster aufzumachen, sich in eine warme Decke zu wickeln und sie zu lesen, in der Kälte.

Natürlich gibt es auch so etwas wie Astrid Lindgren oder den Hobbit. Richtig alte Bücher. Aber nein, meine Lieblinge sind erst mittelalt und doch, in meinen Augen, schon Klassiker.

Und ihr? Welche Kinderbuchklassiker liebt ihr über alles?

 

 

Warum ich lese…

Novelero fragt auf seinem Blog, warum Buchblogger lesen. Nun weiß ich nicht genau, ob ich mich wirklich schon zu den Buchbloggern zählen kann. Ich schreibe doch eher für mich, auch wenn ich mich natürlich über jeden freue, den meine bescheidene Meinung interessiert oder der bei mir neue Bücher findet, die er mal lesen mag.

Aber kommen wir zur eigentlichen Frage: Warum lese ich?

Lesen war in unserem Haushalt eigentlich, solange ich mich erinnern kann, allgegenwärtig. Ich weiß, dass ich dank älterer Geschwister mit 4 schon lesen und schreiben konnte, auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnere, was genau ich damals gelesen habe. Da müsste man eher meine Familie fragen. Bücher waren oft um uns, auch wenn wir nicht gerade ein fernseh-abstinenter Haushalt waren. Aber wenn man um große Geschwister herum ist, die es lieben, Shakespeare zu zitieren, kann man gar nicht anders, als das gedruckte und das gesprochene Wort zu lieben. So bis in die Orientierungsstufe hinein habe ich also sehr gern gelesen. Kindergeschichten ebenso wie eher Mythologisches. Meine Lieblingsgeschichte war damals die der Nibelungen, in einer ganz speziellen Version, die ich mal aus der Bücherei hatte, aber nie wieder gefunden habe. Sie war aber auch der zeitweilige Untergang meiner Leselust.

Denn kaum kam ich ins Gymnasium, hat mein Hobby auch den Unterricht beeinflusst. In Geschichte haben wir die deutschen Sagen nur gestreift, wenn jedes Jahr die NS-Zeit wieder auf dem Lehrplan steht, hat man eben nicht viel Platz für Anderes. Aber da ‚glänzte‘ ich dann mit dem Wissen zu den Nibelungen und schon kam der fatale Satz. ‚Nehmt euch ein Beispiel an ihr, sie liest gern.‘ Genau das, was man NICHT gebrauchen kann, wenn man dank Behinderung und der Tatsache, dass man als einziger keine Freunde mit auf die neue Schule genommen hat, der Außenseiter, das Mobbingopfer ist. Noch mehr herausgestellt zu werden, diesmal in einer Art, die die anderen auch noch demütigt.

Über Jahre habe ich dann nicht mehr viel gelesen, wollte nur so normal wie möglich werden. Mich einfügen. Was als Trekkie auch nicht gerade leicht ist, aber wenigstens war ich irgendwann nicht mehr das kluge Kind, das von den Lehrern herausgestellt wurde, sondern nur noch der Freak. Das war leichter.

In der Zeit habe ich nur noch Harry Potter gelesen, sonst eigentlich kaum etwas. Gut, die Pflichtlektüre der Schule. Manchmal. Wenn sie gut war. Dann auch die nicht mehr, da ich festgestellt habe, dass meine Klausuren darüber besser waren, wenn ich nur die Zusammenfassung und nicht das Buch selbst gelesen habe, vielleicht, weil meine Interpretationen zu abwegig waren? Oder einfach nur nicht ins Bild passten. So hat Schule meine Liebe zum Buch getötet.

Fast. In der Universität wurde es eigentlich auch nicht leichter. Die extrem verschrobene Schreibweise der Fachautoren schreckt mich noch heute ab, kurz vor der Masterarbeit hasse ich es immer noch Fachtexte zu lesen, dabei schreibe ich sie mittlerweile sogar selbst. Aber gleich im ersten Semester gab es eine Kleinigkeit, die mir die Liebe zur Literatur wieder näher gebracht hat.

Ich bin Fan der Mittelalter-Fun-Folk-Gruppe Duivelspack und sie haben eines Tages auf ihrer Seite veröffentlicht, dass ein Autor, Tommy Krappweis, ihre Musik als seine ‚Schreibmusik‘ für seine Debüt-Trilogie genommen hat. Gut, damals für das erste Band noch, Band 2 kam gerade zu der Zeit raus, Band 3 später. Jedenfalls hieß es, wenn sich das genug verkaufte, würde es den Film geben und damals hieß es noch, dann macht das Duivelspack den Soundtrack. Da musste ich doch dann wenigstens mal reinlesen, immerhin ging es um eine Gruppe, die unglaublich lieb war – beim Fiedler der Gruppe durfte ich nach einem Konzert sogar übernachten, weil der Zug nach hause erst um 6 Uhr morgens fuhr. Ich sah es im ersten Moment nur als eine Art moralischer Pflicht an, aber nach Kapitel 1 war ich gepackt. Wenige Monate später fuhr ich zur ersten Lesung, die ich seit 15 Jahren besucht hatte. Meine zweite insgesamt in meinem Leben. So lernte ich Tommy kennen, von dem ich nicht weiß, ob ich ihn als Freund bezeichnen kann, aber ein wichtiger Begleiter der letzten Jahre ist er irgendwie doch gewesen. Und vor allem hat mir seine Trilogie ‚Mara und der Feuerbringer‘ die Literatur wieder näher gebracht. Ich habe nie gar nicht gelesen, das nicht. Aber von da an habe ich es wieder geliebt.

Und jetzt? Jetzt lese ich, weil es mir einerseits Spaß macht. Aber andererseits, glaube ich, weil ich diese unsere Welt nicht wirklich mag. Ich brauche diesen Abstand zu ihr, muss mich in fremde Welten träumen können, ebenso, wie mal einfach durch ein humorvolles Buch aufgeheitert zu werden. Bücher sind meine Welt, mein Zufluchtsort, meine Hoffnung. Der kleine Anker, der dafür sorgt, dass ich in unserer schnellen, grausamen Zeit nicht ganz den Verstand verliere. Zumindest nicht mehr, als gesund ist.

#1stebook

Und noch eine Frage, die ich heute beantworte. Eigentlich wollte ich sie in die Warteschlange stellen, aber die Aktion #1stebook von electricbookfair zum E-Book Festival 2016 läuft nur noch bis zum 15. Juni und da will ich doch mitmachen.

Was war euer erstes E-Book – ever?

Wie habt ihr den Erstkontakt mit dem E-Book erlebt?

 

Ich bin mir gar nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, mein erstes E-Book Rebecca Hohlbeins ‚Helga oder mit der Al Qaida nach Sibirien‘. Einerseits kannte ich Rebecca schon über Facebook, und fand die kleinen Bits, die sie da immer aus ihrem Leben veröffentlich hat, ganz lustig zu lesen, so dass ich mal ein Buch von ihr lesen wollte. andererseits war es dann irgendwann mal reduziert und der Schnäppchenjäger in mir mach reduzierte Bücher.

Es ist noch in meiner Cloud, aber nicht mehr auf dem Reader, um möglichst wenige auf einmal drauf zu haben, aber lange ist es noch nicht her. Vielleicht ein Jahr?

Ich finde digitale Bücher ganz gut für die Busfahrt, weil ein Reader viel leichter ist als ein normales Buch und man kriegt ja nun einmal nie einen Sitzplatz. Auch beim Gehen ist es besser, aus dem selben Grund. Aber am Liebsten habe ich doch immer noch ein Papierbuch, alleine schon, weil man mir das nicht einfach wegnehmen kann. Wer weiß, ob Amazon, Apple und Co nicht einfach Inhalte löschen können? E-Books sind mal ganz nett, aber nichts für immer.

 

Und wie ist es bei euch so?

Montagsfrage 13. Juni 2016

Heute schreibe ich wirklich sehr viel, wie es scheint. Das Wetter lässt es aber auch kaum anders zu, draußen gewittert es und der Raum ist trotz Licht so dunkel, das lesen irgendwie unangenehm ist.

Daher wieder eine Aktion, diesmal gefunden beim Buchfresserchen: Die Montagsfrage. Die heutige lautet…

Machen Lesespuren im Buch (Annotationen, Unterstreichungen, Besitzvermerke) ein Buch für Dich wertvoller oder mindern sie den Wert?

 

Ich glaube es war Meggie aus der Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke, die mal gemeint hat, ein Buch wird mit jedem Lesen dicker, es bleibt auch etwas vom Leser im Buch. Und so sehe ich das auch gerne. Ich möchte glauben, dass die Bücher nicht nur Teil unseres Lebens sind, sondern wir auch Teil von ihrem. Dass auch ihr Leben nach uns weiter geht, so wie unseres hoffentlich, nachdem wir sie gelesen haben. Daher habe ich keine Probleme mit Krümeln im Buch oder Teeflecken, solange das Buch dadurch nicht unleslich wird. Was ich aber gar nicht mag, sind Unterstreichungen. Meist, weil es den Textfluss stört. Gedanken am Rand sind schön, manchmal sogar für spätere Leser hilfreich, aber ich möchte nichts unterstrichen haben. Außer, es ist ein Fachtext, das wäre wiederum gut, weil ich dann im Voraus weiß, was wichtig ist und es mir Arbeit erspart.

 

Und wie steht ihr dazu?