Kevin David Anderson, Sam Stall – Die Nacht der lebenden Trekkies

Die Nacht Der Lebenden TrekkiesBuchdetails

  • Genre: Horror, Parodie, Science Fiction
  • Erscheinungsdatum: August 2011
  • Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
  • ISBN: 9783453528550
  • Taschenbuch 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch

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[Kurzrezension] Frank Jöricke – Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage

„Am Tag, als X geschah, tat meine Familie Y“. So beginnt jedes einzelne Kapitel dieses Romans, der gar keiner zu sein scheint, fehlt ihm doch irgendein sichtbarer roter Faden, oder eine wirkliche Geschichte. Dabei habe ich mir wirklich Mühe gegeben, ihn zu mögen.

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[Kurzrezension] Bob Fenster – Dümmer geht immer

Bildergebnis für dümmer geht immer

Als ich dieses Buch hier in meinem SUB-Regal gesehen habe, habe ich mich erschreckt. Denn ich erinnerte mich, dass ich schon einmal ein Buch von Bob Fenster gelesen habe – Die Katze in der Mikrowelle – und es einfach schlecht fand. Auch dort hat er die Dummheiten des menschlichen Lebens gesammelt. Oder es zumindest vorgegeben. Dieses Buch hier soll quasi die Fortsetzung sein.

Dennoch wollte ich ihm noch einmal eine zweite Chance geben.

Leider entdeckte ich aber auch hier wieder das gleiche Problem. Einerseits schreibt Bob Fenster unstrukturiert. Er gibt seinen Kapiteln zwar Namen, die eine Sortierung andeuten, dann schreibt er aber nach drei oder vier Beiträgen, die dazu passen, wieder wahllos alle ‚Fehlleistungen‘ darunter, ob sie passen oder nicht.

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John Niven – Gott bewahre

Gott bewahre

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum:  2011
  • Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
  • ISBN: 978-3-453-67633-6
  • Taschenbuch  400 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

Kaum hat Gott sich im Himmel eine kleine Auszeit gegönnt und seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltsünden, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: »SEID LIEB«? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?

Inhalt: 

Als Gott aus dem Urlaub zurückkommt, kann er es nicht fassen. Die Menschen sind in seiner Abwesenheit endgültig durchgedreht und bringen sich nicht mehr nur gegenseitig für Land und Essen um, sondern töten jetzt auch noch in seinem Namen Schwule, Abtreibungsbefürworter und angeblich Ungläubige. Eigentlich hilft da nur eine gepflegte Apokalypse und ein Neustart. Aber es hat so lange gebraucht, bis man mal zu funktionsfähigen Menschen gekommen ist, also gibt Gott der Erde eine andere Möglichkeit. Jesus soll noch mal runter und den Menschen das eine Gebot predigen, das Gott damals wirklich diktiert hatte: Seid lieb.

Doch lange Zeit kommt Jesus nicht voran. Er hilft Obdachlosen und Junkies, während er selbst kaum über die Runden kommt, aber dafür landet er ständig im Knast. Dann ergibt sich aber die Chance. Als sehr guter Musiker drängen seine Freunde ihn, bei einer Castingshow teilzunehmen und nun endlich winkt die Möglichkeit, sich direkt an die Massen zu wenden. Doch leider halten ihn viele einfach nur für einen Spinner.

 

Charaktere: 

Obwohl einige interessante Nebencharaktere auftreten, ist nur Jesus wirklich tiefgehend ausgearbeitet. Und dennoch erscheint er nicht greifbar. Auf der einen Seite flucht er wie ein Rohrspatz und ist die meiste Zeit dicht, auf der anderen Seite predigt er aber Menschenliebe. Dass er selbst viel mehr erreichen könnte, wenn er nur den Hintern hochkriegen würde, wird im Buch geflissentlich ignoriert, weil es ja sonst der Story schaden würde, dass er als Underdog zu einer Casting Show geht und erst plötzlich der Erfolg zum Greifen nahe ist.

 

Fazit: 

Die Handlung an sich ist recht spannend und flüssig geschrieben, aber es kommt kaum eine Seite ohne einen Fluch aus. Allein ‚Schwanzlutscher‘ kam mindestens dreimal vor und war dabei noch das seltenste Wort. Mein Humorzentrum trifft eine solche Ausdrucksweise eher nicht, im Gegenteil. Normalerweise lehne ich Bücher, die sich niveaulosester Pipi-Kaka-Sprache und dem dazugehörigen Humor bedienen, konsequent ab, nur ist die zugrunde liegende Handlung so gut ausgearbeitet, dass man dennoch wissen möchte, wie es ausgeht. Bis zum Ende ist es durchgängig interessant und spannend geschrieben, doch schlussendlich bleibt der bittere Nachgeschmack, dass das Buch noch so viel besser hätte sein können, hätte man auf ein bisschen Niveau und lieber geistreiche Blasphemie gesetzt.