#LiesDichNachHogwarts – Extraaufgabe Dezember

 

Die letzte Extraaufgabe dieser Challenge. Schade, denn langsam fangen diese Herausforderungen, diese Streifzüge außerhalb meiner buchigen Comfortzone, an, mir Spaß zu machen.

Dieses Mal also soll ich dem goldenen Trio Bücher zu Weihnachten schenken – mal ehrlich, was schenkt man sonst? Socken? Nur war das gar nicht so leicht. Ich hoffe aber, dass für jeden der drei auch etwas dabei ist, was er mag.

Harry

Irgs, hier entschuldige ich mich erst einmal für das furchtbare Bild. Das Handy mochte das Farbzusammenspiel der Cover nicht und wollte mir nichts geben, auf dem alle drei Bücher gut zu sehen sind.

Aber gut, dann erkläre ich mal meine Wahl. Den kleinen Machiavelli lege ich Harry ans Herz, damit er besser mit Machtspielchen klar kommt. Er musste das nun von Dumbledore und Voldemort ertragen, und im geringeren Ausmaß auch von Snape und Draco. Und die Konflikte hören im Leben nicht auf, gerade, weil er ja eines Tages Chef des Aurorenbüros wird und da selber eine kleine Führungspersönlichkeit sein muss. Es ist besser, wenn er sich schon vorher in Machtpolitik einliest.

Mara und der Feuerbringer und Macbeth hingegen sind, hoffe ich, für ihn ein bisschen wie Therapie. Er selbst musste damit leben, dass sein Schicksal ihm schon vorherbestimmt war, einerseits durch den Horkrux, andererseits durch geschickte Manipulation durch Dumbledore. Und ich hoffe, dass es für ihn ein Trost ist, dass er nicht alleine ein Opfer der Vorbestimmung ist, denn in Macbeth und Mara findet er da Geschwister im Geiste. Bei Macbeth kann er sehen, was passiert, wenn das Schicksal einen zum Monster vorbestimmt (und die eigene Ehefrau da nachhilft) und bei Mara hat er jemanden, dessen Welt sich noch viel plötzlicher ändert als seine. Während er fast ein Jahr hatte, um langsam seine Fähigkeiten kennen zu lernen und sich dann erst dem ersten richtigen Kampf zu stellen, wird Mara da ohne Wissen einfach reingeschubst.

Ich hoffe nur, dass ihn das aufbaut und nicht etwa triggert.

Dazu Süßigkeiten. Wenn ich mich recht erinnere, fand er alles, was einen etwas veränderte, lustig. Wir können uns nicht wie Löwen brüllen lassen. Die Wirkungen, die wir mit Süßigkeiten erreichen können, sind nur verzogene Gesichter bei sauren Süßigkeiten. Das ist unsere Form der Magie.

 

Hermine

 Hermine hat hier nur zwei, denn das dritte Buch, das ich ihr schenken will, besitze ich noch nicht.

Zunächst hätten wir den Club der toten Dichter. Der Film ist zwar besser, aber wer weiß, ob ihr Ehemann einen DVD-Player hat? Außerdem liest sie gern. Das Buch ist DIE Hymne darauf, seine Träume zu leben und frei zu denken. Das tut sie schon, aber sicher hat auch sie Tage, an denen die Kraft fehlt. Und an solchen Tagen braucht es Bücher wie dieses.

Dann haben wir einen Buchladen zum Verlieben. Möglicherweise ist ihr das zu seicht, aber ich hoffe, dass auch sie manchmal einfach ein Wohlfühlbuch mag. Dieses hier erzählt von der Liebe zum Lesen, von einer Freundschaft, die durch Bücher anfängt und über den Tod hinaus geht. Es ist einfach ruhig, gemütlich und hat eine so schöne Atmosphäre – und herrlich viele Buchanspielungen. Für einen Bücherwurm wie sie ist das vielleicht einfach wie Nach-Hause-Kommen.

Als Drittes würde ich ihr Jean-Jacques Rousseaus Gesellschaftsvertrag schenken. Da sie ja nach Hogwarts ging und da Politologie nicht so das Thema ist, hat sie es hoffentlich noch nicht gelesen.
Aber Hermine ist eine politisch interessierte junge Frau und wird später. wenn ich mich recht erinnere, sogar Ministerin? Bei Rousseau kann sie dann über seine Ansichten von Demokratie lesen und darüber, wie er glaubt, das Wohl für alle erreichen zu können. Ich glaube, dass das Pflichtlektüre für jeden Politiker sein sollte.

Als Leseratte sitzt sie vielleicht gern mit einem Tee und einem Buch im Sessel. Was passt da als Süßigkeit zu Weihnachten besser als selbstgebackene Kekse?

Ron

Und zuletzt wäre da noch Ron. Er ist der Schwierigste, da er in Hogwarts oft im Schatten seiner Geschwister und Freunde stand und so noch nicht wirklich Zeit hatte, sich selbst zu finden.

Daher wäre mein erstes Geschenk an ihn ‚Ich dachte, ich wär ein Panther‘, was ein Erwachsenenmärchen über den langen Weg ist, sich selbst zu definieren und sich von dem zu lösen, was andere einem als Rollen auferlegen. Da es relativ niedrigschwellig gehalten ist, hoffe ich, dass er es lesen mag und es ihm nicht zu philosophisch ist.

Dann hat er nun einmal eine politisch interessierte Freundin/Frau. Das heißt, wenn er ihr intellektuell Anreize bieten und somit vielleicht auch die Beziehung besser fundieren will, braucht er auch einen kleinen Stoß in die Richtung. Daher kriegt er die Känguru-Chroniken. Hier wird sehr unterschwellig zu politischem Denken angeregt, auch zur Gesellschaftskritik, während vordergründig einfach unterhalten wird. Ich glaube, das ist die richtige ‚Einstiegsdroge‘ für ihn.

Und zuletzt, weil Ron einfach ein sehr pflegeleichter Typ zu sein scheint, was seine Ansprüche an Unterhaltung angeht, bekommt er einen Nicht Lustig-Cartoonband. Da ist frecher, schwarzer (und damit dem Britischen näher kommender) Humor mit niedlichen Zeichnungen verknüpft. Das ist quasi mein Trost für ihn, dass er vorher Bücher bekommen hat, die ihn alle anregen wollen. Hier kann er einfach nur lachen.

Bei seinen Süßigkeiten war ich mir nicht sicher. Daher dachte ich mir, mit guter alter Schokolade kann man zumindest die Mehrheit der Menschen glücklich machen. Außerdem sagte er mal, dass er eine große Sammlung Schokofroschkarten hat. Also muss er auch viele Schokofrösche gegessen haben.

 

Ich baue natürlich darauf, dass es einen Übersetzungszauber gibt, da nicht alle dieser Bücher bisher auf Englisch erschienen sind.

 

Und nun wünsche ich den dreien frohe Weihnachten.

Was meint ihr? Habe ich sie völlig falsch eingeschätzt? Würdet ihr andere Bücher schenken?

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