#Montagsfrage – Hörbücher

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Seit ich das letzte Mal teilgenommen habe, ist die Montagsfrage zu Antonia von Lauter&Leise umgezogen. (Ihr erinnert euch? Das Mastermind hinter den Classic Confessions. Hach, die vermisse ich ja etwas.) Heute ist es mal wieder so weit und es gibt eine Frage, bei der ich gern mitmachen möchte.

Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?

Hierzu gab es bei Twitter vor Kurzem eine Diskussion, bei der es zunächst hieß, Hörbücher könne man nicht lesen. Was ja an und für sich richtig ist. Man hört sie immerhin und liest sie nicht. Leider ging es gleich weiter damit, dass Hörbücher, Ebooks, Ratgeber und überhaupt alles, was nicht Belletristik ist, eigentlich wertlos ist. Pfff!

Persönlich mag ich Hörbücher sehr gern. Sie sind unglaublich gut, um auch jetzt, beim Beitragschreiben, gute Geschichten zu konsumieren. (Nebenbei läuft hier gerade Mary Shelleys ‚Frankenstein‘ für die SchullektüreChallenge.) Man kann sie während der Hausarbeit hören, beim Spazierengehen, oder beim Lesen.

Ja, auch das mache ich manchmal. Jane Austen beispielsweise habe ich gleichzeitig gehört und gelesen. Weil es mein erstes Werk aus der Periode war und ich es auf Englisch las, fiel es mir so leichter, in die Geschichte hineinzukommen. Mich an die Sprache zu gewöhnen und zu verstehen, was ich da las.

Entsprechend ist ein Hörbuch für mich zumindest sehr nahe am klassischen Lesen dran. Buch und Hörbuch ergänzen einander. Man könnte sagen, dass sie zwei Seiten der gleichen Münze sind. Gemeinsam bieten sie ein Ganzes, aber man kann sie auch einzeln betrachten. Oder ist das schon zu poetisch-romantisch gedacht? Ich würde jedenfalls nicht sagen, dass sie deckungsgleich sind. Aber doch verwandt.

5 Gedanken zu “#Montagsfrage – Hörbücher

  1. Ich vermisse die Classic Confessions auch!
    Dass man Hörbücher nicht LIEST ist richtig und es irritiert mich auch jedes mal, wenn jemand sagt „ich habe das Hörbuch gelesen“, weil ????? Aber ich würde nie auf die Idee kommen, das deshalb als minderwertiger zu betrachten. Ich kann nur bei bestimmten Tätigkeiten zuhören und das sind aufräumen, bestimmte Computerspiele und spazieren gehen, und weil letzteres aktuell meist rausfällt, komme ich nie voran und höre ewig an einem Hörbuch, auch weil ich meist lieber Podcasts höre. Beeindruckend finde ich es ja, wenn man gleichzeitig etwas anderes machen kann, wobei man denken muss. Das mit dem Beitrag schreiben habe ich jetzt schon mehrmals gelesen und könnte das leider nicht. Und hey, Frankenstein lese ich aktuell. Ich bin gespannt auf deinen Beitrag dazu.

  2. Ja, die lieben sozialen Medien, in denen sich jeder hemmungslos radikalisieren darf. Allein, wenn jemand sagen würde, dass das geschriebene Wort nur auf gedrucktem Papier etwas wert sei, wäre das für mich Anlass, dieser Diskussion nicht mehr zu folgen. Weswegen ich auch nicht sonderlich in den sozialen Medien aktiv bin.

    Dein philosophisch poetischer Ansatz hingegen gefällt mir, beide Arten als eine Einheit zu sehen, obwohl ich persönlich immer nur entweder lese oder höre.

    Viele liebe Grüße
    Der Büchernarr Frank

  3. Sei gegrüßt!

    Definitiv haben Hörbücher ihren Wert. Sie sind in der Art des Konsumierens etwas völlig anderes, als das Lesen, aber trotzdem sind es Bücher.
    Für mich sind sie trotzdem nichts. Ich bekomme immer nur die Hälfte mit, was mich nervt. Ich höre stattdessen gerne mal Hörspiele, da fällt es mir irgendwie viel leichter zu zuhören.

    Montagsfrage: Hörbuch = klassisches Buch? || Mein Senf für die Welt

    Liebe grüße
    Marina

  4. Hallo Taaya,

    „Man könnte sagen, dass sie zwei Seiten der gleichen Münze sind. Gemeinsam bieten sie ein Ganzes, aber man kann sie auch einzeln betrachten. Oder ist das schon zu poetisch-romantisch gedacht? Ich würde jedenfalls nicht sagen, dass sie deckungsgleich sind. Aber doch verwandt.“

    Hiermit hast du es wirklich schön beschrieben – die beiden Medien sind unterschiedlich aber doch miteinander verwandt. Außerdem finde ich die Erwähnung von deinem Erlebnis mit der der englischen Jane Austen Literatur interessant. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es hilfreich ist um einen Einstieg in die fremdsprachige Lektüre zu finden.

    Liebe Grüße
    Bella

    Zu meinem Beitrag zur Montagsfrage geht es hier lang.

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