Cover Monday #76

Cover Monday

 

The Emotional Life of Books  hat eine kleine Aktion namens Cover Monday ins Leben gerufen und daher hier mein heutiges Cover. Oder eher meine drei:

Tommy Krappweis – Mara und der Feuerbringer

cm76

 

Ich bin durch meine Bücher gestreunt und habe nach dem perfekten Cover gesucht, musste aber feststellen, dass ich das noch nicht besitze. Diese drei hier gehören aber nicht nur inhaltlich zu meinen Lieblingsbüchern, sie kommen schon sehr nah dran. Einerseits haben sie leichte Qualitäten als das, was meine Schwester ‘Grabbelbücher’ nennt. Bücher, über die man mit dem Finger fahren kann, und dabei Veränderungen spürt. Ein anderes Material, eine Ein- oder Ausbuchtung, so etwas liebe ich. Ja, ich streichle Bücher.

Aber zusätzlich bieten sie noch mehr. So haben sie ein eigenes Logo, einen eigenen Schriftzug, der nicht einfach ein und die selbe Schriftart immer und immer wieder ist, wie bei vielen anderen Büchern heutzutage, gerade bei Selfpublishern. Dazu klare Farben, keine große Unruhe im Bild, und dann noch das Florale oben und unten, das es irgendwie edel wirken lässt. Damit qualifizieren sie sich in jedem Fall dafür, mein erstes Cover der Woche zu werden.

 

Warum die Hälfte meines Lesens nicht zählt

Ich mag Goodreads, ich liebe es, zu verfolgen, wie viel ich gelesen habe und auch der Horror, zu sehen, dass mein TBR/SUB eher wächst als schrumpft, ist fast schon bittersüß. All diese Bücher. Alles meins. Mein Schatz. Ich gebe zu, dass ich es vielleicht etwas zu ernst nehme, dass ich mein Lesen zu sehr optimieren, kontrollieren will. Dabei ist es doch nur ein ‘Hobby’. Aber es hilft mir, mich zu motivieren, mich neu zu begeistern. Ich liebe es.

Aber gleichzeitig hasse ich es, denn vieles, was ich lese, kann ich nicht verfolgen. Sammelwerke mit Einzelbeiträgen zum Beispiel. Wenn ich für die Uni nur bestimmte Texte lesen muss, dann enden sie mit Glück in meiner Hausarbeit, aber die harten Stunden, die ich mich durch trockenes Faseln gekämpft habe, wie Soziologen es hierzulande gern verfassen, sind im Nirwana verschwunden. Hunderte, tausende Seiten im Jahr, die am Ende nicht in meiner Jahresbilanz stehen. Dass sie nicht als Bücher angerechnet werden können, verstehe ich. Aber als Seiten?

Und dann wäre da noch Fanfiction. Zugegeben, ein paar gibt es auch bei Goodreads, aber nur etwa 600. Allein für Doctor Who gibt es auf Fanfiction.net aber 72.000! Und das ist nur eine Serie auf einer der unzähligen FF-Seiten. Natürlich, über Qualität lässt sich streiten. Aber auch hier finden sich kleine Diamanten in der Länge ausgewachsener Romane. Und wenn man mal ein paar Tage dort versumpft? Mit den Jahren kann man sich nicht einmal merken, welche man schon alle gelesen hat. Wäre es nicht schön, wenn man sie auch verwalten könnte? Zentral, damit man am Ende des Jahres sieht, was man geleistet hat? Aber bis dahin wird vieles, was ich lese, in kürzester Zeit wieder vergessen sein. Nicht nur vom Internet, auch von mir selbst.