Matt Haig – Die Christmas-Reihe (Reihenrezension)

Buchdetails

  • Erinnert an: Lemony Snicket, finde ich
  • Genre: Kinderbuch, Fantasy, Weihnachtsroman (Ja, das ist kein Genre, sollte es aber sein.)
  • Erscheinungsdatum: 2015, 2016 und 2017
  • Verlag: Canongate
  • ISBN: Band 1: 978-1-78211-789-6, Band 2: 978-1-78211-857-2 , Band 3: 978-1-78689-068-9
  • Hardcover 266, 332 und 298 Seiten
  • Sprache: Englisch
  • Trigger: Grausamkeit gegen Kinder, Xenophobie

Inhalt: 

Die Bücher erzählen die Geschichte des Weihnachtsmannes.

Band 1 erzählt davon, wie ein kleiner Junge namens Nikolas sich auf die Suche nach seinem Vater macht. Dieser wollte mit einer Expedition nach Elfhelm, um dessen Existenz und die der Elfen zu beweisen und so Geld für seinen Sohn zu verdienen, damit dieser endlich ein richtiges Bett und Spielzeug haben kann. Doch er kommt einfach nicht von der Expedition zurück.

Nikolas, Halbwaise, macht sich also auf den Weg und landet selbst in Elfhelm, wo die Elfen ihn aber wegsperren und tot sehen wollen, weil Menschen als Feinde angesehen werden. Schließlich haben sie gerade erst einen Elfjungen entführt.

Mit viel Glück entkommt Nikolas und macht sich auf der Suche nach seinem Vater, hoffend, dass der nichts mit der Entführung zu tun hat.

Band 2 erzählt die Geschichte, wie die Trolle nach dem ersten Weihnachtsfest mit Weihnachtsmann das zweite durch einen Angriff verhindern. Und so verlieren die Kinder die Hoffnung, die der Weihnachtsmann ihnen brachte. Doch ohne Hoffnung, kann die Zeit nicht angehalten werden und der Schlitten nicht fliegen. So ist Weihnachten in Gefahr. Der Weihnachtsmann macht sich auf, das Kind zu finden, das den größten Glauben hatte, um Weihnachten zu retten. Doch dessen Mutter ist gestorben und es ist als Vollwaise nun in einem Arbeitshaus.

Band 3 setzt bei der Familie des Weihnachtsmannes an. Nun mit Frau und einer Ziehtochter ausgestattet, sieht er sich erneut im Zentrum von Lügen. Wieder heißt es, die Menschen seien böse, denn immerhin hat sich die Menschenpopulation jetzt in nur einem Jahr verdreifacht. Und, dass die anderen beiden Menschen noch nicht richtig zur Gesellschaft gehören, keine Magie wirken können, und nicht mal Elftänze beherrschen, heißt doch, dass sie hier nicht hergehören, richtig? Und wieder kommt die Stimmungmache gegen ihn ausgerechnet kurz vor Weihnachten. Kann er dieses Fest noch retten? Und wer steckt diesmal dahinter?

Charaktere: 

Leider gibt es hier über die Bücher hinweg ein paar Fehler, die Charaktere bleiben nicht immer gleich. Jeweils innerhalb eines Buches bleiben sie sich aber treu.

Viel Charakterisierung findet aber eigentlich nicht statt, denn einerseits ist das eine Kinderbuchreihe, die vor allem durch Abenteuer und nicht durch interpersonelle Beziehungen leben soll, andererseits werden die wenigen Aussagen zur Charakterisierung oft oberflächlich gehalten und eben einfach nur in wörtlicher Rede genannt.

Meinung:

Band 1 gefiel mir sehr gut. In sich geschlossen, wundervolle Grafiken. Es hat einen emotional zwar durch die Hölle eines vernachlässigten Kindes geführt, erzählt aber wunderbar von Magie und Hoffnung, und wie durch Wahrheit und Güte alles gut werden kann. Und, dass es immer besser ist, wenn eine Gesellschaft fröhlich ist.

Aber danach ging es leider abwärts und jeder Folgeband war noch einmal etwas schlechter. Es wirkt, als hätte Matt Haig den Lektor gewechselt, so dass niemand ihn darauf hingewiesen hat, dass er Fakten aus dem einen Band im nächsten entweder vergessen oder bewusst geändert hat. Er biegt sich die Geschichte so zurecht, wie er das für den Plot gerade braucht, ohne zu beachten, dass er in Band 1 etwas völlig anderes gesagt hat. Und in Band 3 wird das besonders schlimm.

Außerdem nimmt er dreimal in Folge das selbe Verfahren. Jemand erzählt den Elfen Lügen, will sie manipulieren und kommt damit durch, obwohl sie, im Gegensatz zu den Menschen, sogar zur Wahrheitsfee gehen könnten, die rein biologisch nur die Wahrheit sagen KANN. Und dreimal die selbe Geschichte nur mit wechselnden Leuten als Handlanger? Nur ein paar kleine Hintergründe werden geändert? Das ist echt … billig.

Einzig zu Gute halten kann man Matt Haig, dass er hoffentlich das Konzept von Fake News damit Kindern sehr gut erklärt und ihnen so viel Medienkompetenz beibringt, nicht alles zu glauben, was erzählt wird. Denn hier hat er quasi einen Elftrump (oder Trumpelf?) als Gegenspieler genutzt, der mit den Mitteln arbeitet, die wir gerade in unserer Gesellschaft auch erleiden müssen.

Fazit: 

Band 1 ist wirklich gut und schön zu lesen. Hier ergibt alles noch halbwegs sind. In den Folgebänden werden aber immer mehr Logikfehler eingebaut und Fakten aus Band 1 ignoriert und geändert.

Band 1: 

Band 2: 

Band 3: 

Meinungen anderer Blogger: 

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Terry Pratchett – Dralle Drachen

Buchdetails

  • Erinnert an: //
  • Genre: Kurzgeschichten, Fantasy, teils Steampunk, teils Humor ohne Fantasyanteil
  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Verlag: ivi (gehört zu Piper)
  • ISBN: 978-3-492-70347-5
  • Hardcover 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch

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