[Kurzrezension] Allan Asherman – The Making Of Star Trek II

Allan Asherman geht in seinem Making Of zum Zorn des Khan von 1982 sehr genau auf die Prozesse vor, während, aber auch partiell nach der Produktion ein.

Während nicht allzu spannend ist, welche Effektfirmen wie lange vorstellig waren, um dann einen Kostenvoranschlag zu erstellen, sind gerade die verschiedenen Ideen, die zur Storyline geführt haben, aber auch winzige Regieentscheidungen, gerade im Zusammenhang mit Spocks Tod, interessant und hintergründig dargestellt.

Etwas mehr Liebe wäre bei der Vorstellung der Enterprise-Crew abseits des Triumvirats schön gewesen. Hier klingen die kurzen Beschreibungen eher wie billige Werbetexte und Interviews wurden nur mit den ‘Stars’ – mit Ausnahme Shatners – sowie Produzent und Regisseur geführt. Hier wäre noch etwas mehr Liebe zum Detail schön gewesen. Alles in allem aber, auch mit den Behind the Scenes-Fotos und den ersten Zeichnungen für de Effekte, eine schöne und kurzweilige Lektüre für Trekkies.

 

Take Control of your TBR

300x300TakeControl2017

 

Good morning world.

This time I post in English as I participate in an English Challenge this month – the Take Control of your TBR . Don’t worry, the reviews will still be in German.

So, what is this about? Right now I’m in a reading slump and as my readers know, I’m trying to minimize my TBR (in German: SUB) this year anyways, so I’ll use this challenge to get me to reading as much as I can.
The rules are to read as much as possible in March, but only books with more than 100 pages that were published before March 2017 count.

There will also be a Twitter party and a Readathon but as they are in an American time zone if I saw it correctly, I don’t think I’ll attend them.

 

So … Have a nice day and be sure to check this post every now and then as I’ll update it every few days

 

Update March 7th:

Only two books done by now. I hoped I would be better but then again, two books are better than none, right?

 

Update March 11th:

Four books done. Not as good as I would like, but still good. And right now I’m reading a really good one.

 

Update March 16th:

Eight books. It was a good week. Though I’m not sure I’ll review the next book. I just got it out of an open bookcase and therefore it was never part of my TBR. It’s a bookcrossing book and I don’t want to put it on my TBR for a while either, as I’m a bookcrosser myself and I know how annoying it may be to never hear anything from your books ever again and I’m afraid I might forget it 😉

 

Update March 31st:

Guess that’s it. I’ve made it through 13 books (2.619 pages) . Plus the one that I read without ever putting it on my TBR pile, I held my average of 14 books per month. Not that shabby.

Thanks for a great month of reading and we’ll see each other again next year?

 

List of read books (Reviews are in German):

  • Title: Die heilige Johanna | Author: George Bernard Shaw | 159 pages | Review 
  • Title: Der Genitiv ist dem Streber sein Sex | Author: Markus Barth | 208 pages | Review
  • Title: Flauschangriff | Author: Ilona Schmidt | 304 pages | Review
  • Title: Der krumme Hund | Author: Roald Dahl | 128 pages | Review
  • Title: Überleben | Author: Peter David | 122 pages | Review
  • Title: Kein Alkohol für Fische unter 16 | Authors: Rainer Dresen, Anne Nina Schmid | 144 pages | Review
  • Title: Ein Buchladen zum Verlieben | Author: Katarina Bivald | 448 pages | Review 
  • Title: Regeln für einen Ritter | Author: Ethan Hawke | 192 pages | Review 
  • Title: Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär | Author: Justin Halpern | 224 pages | Review
  • Title: Star Trek II The Wrath of Khan Photostory | Author: Richard Anobile | 160 pages | Review
  • Title: Die Entdeckung der Faulheit | Author: Corinne Maier | 156 pages | Review
  • Title: Vertragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker? | Authors: Frederik Jötten, Jens Lubbadeh | 256 pages | Review
  • Title: Spock must die! | Author: James Blish | 118 pages | Review 

 

[Kurzrezension] Heatherlly – Obscura Nox Animae

  • Genre: Fanfiction, Harry Potter
  • Länge: 531 Seiten
  • Sprache: Englisch
  • Link: Zu finden bei AO3

 

Dieses kleine Werk hier muss ich einfach rezensieren, obwohl es eine Fanfiction ist. Naja, klein ist jetzt das falsche Wort, denn mit 363.000 Worten hat es mal eben locker die vierfache Länge eines durchschnittlichen Erstlingsromans. Mit Arial 10 bei einfachem Zeilenabstand und ohne große Absätze kalkuliert, sind das 531 Seiten.

 

Jedenfalls ist es die beste Fanfiction, die ich in all meinen Fandoms (Doctor Who, Torchwood, Once Upon a Time, Akte X, Sherlock, Raumpatrouille, Star Trek, und natürlich Harry Potter) jemals gelesen habe.

 

Inhalt: 

In der Nacht von Halloween 1981 starb Lily Potter. Ihr Körper wurde gefunden. Und doch war etwas geschehen, denn kurz darauf stellte eine kleine Maus fest, dass sie doch eigentlich nur zwei Beine haben und größer sein sollte. Sie sollte bei ihrem Sohn sein, hört sie ihn doch schreien.

Lily Potter hat überlebt, ohne zu wissen, wie und warum. Und was sie jetzt tun soll.

 

Fazit: 

Die Geschichte bleibt sehr dicht am Canon, scheint JKRs Werk eher zu komplettieren, bis auf ein alternatives, in meinen Augen deutlich besseres Ende. Man erhält einen Einblick in die Motive der Charaktere, der es zumindest geschafft hat, dass ich meinen Frieden mit Dumbledore schließen kann. Auch viele andere Dinge, die mich an Harry Potter in den letzten Jahren mehr und mehr zu stören begonnen haben, werden hier erklärt und erforscht und ergeben plötzlich einen Sinn.

Wenn ich könnte, würde ich 6 von 5 Sternen geben. Ich glaube nicht, dass mich je ein Buch so gleichzeitig gefoltert und begeistert hat. Einziges Manko ist, dass für meinen Geschmack zu häufig Sexszenen drin vorkommen, aber wir reden hier von Fanfiction, da ist das fast schon Pflicht, wenn man eh schon im FSK18-Bereich schreibt. Und sie sind immer noch seltener als bei Game of Thrones, also nicht weiter störend.

 

Della van Hise – Killing Time [erste Edition]

1610970

 

Buchdetails erübrigen sich hier leider, da das Buch so nicht mehr gehandelt wird.

Dieses kleine Büchlein wurde kurz nach dem Erscheinen zurückgerufen, weil es den Verantwortlichen von Star Trek – in diesem Fall Gene Roddenberry persönlich – zu starke homoerotische Untertöne hat, zu sehr eine Beziehung zwischen Spock und Kirk andeuten soll. Es wurde editiert und ‘entschärft’ neu aufgelegt, doch zwischen 100.000 und 150.000 Exemplare der ersten Edition waren vorher verkauft worden und haben nun einen großen Sammlerwert. Natürlich ist sie deshalb nicht auf deutsch erhältlich, leider.

 

Inhalt: 

Die Enterprise ist auf Patrouille an der Grenze der neutralen Zone zu den Romulanern. Doch die Crewmitglieder werden unruhig. Warum nur haben sie ähnliche Träume.

Auf der anderen Seite der neutralen Zone arbeiten die Romulaner an einem Eingriff in die Zeitlinie. Niemals wieder wollen sie der Föderation unterlegen sein. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass sie damit das ganze Universum gefährden. Kann der Eingriff rückgängig gemacht werden, oder ist es bereits zu spät? Und woher kennt der vulkanische Captain Spock nur den Verbrecher Kirk. der als letzte Chance im Leben zu ihm versetzt wurde?

 

Charaktere: 

 

 

Hier sieht man Kirk und Spock ein wenig out of Character, als Kinder der anderen, im Buch kreierten Zeitlinie. Dennoch sind die Veränderungen stimmig, mit der jeweilig veränderten Hintergrundgeschichte im Einklang.

 

Fazit: 

 

Der wissenschaftliche Anteil des Buches ist nicht wirklich verständlich, nicht wirklich plausibel in Anbetracht der in der Serie dargestellten Zeitreisegesetze. Die Geschichte an sich ist aber nicht schlecht, spannend, wenn auch partiell ein wenig ‘zu gewollt’. Allerdings weiß ich nicht, was Roddenberry in den 80ern für ein Problem mit dem Inhalt hatte. Er selbst hat 1979 schon in einem Interview gesagt, dass Kirk und Spock vermutlich eine Beziehung haben, dass ihre Liebe für einander dafür ausreicht. Das Buch hier hingegen deutet eigentlich nichts dergleichen an. Es wird von einer speziellen Verbindung gesprochen, ja, aber kein Wort von Liebe oder einer sexuellen Beziehung. Eigentlich ist nichts darin, was über die Serie hinaus geht. Dass die beiden ihr Leben ständig für einander riskieren, selbst dann, wenn es nicht mehr logisch ist, weiß der Zuschauer doch schon.
Entsprechend lässt mich das Buch ein wenig ratlos zurück, vielleicht ist das ein Generationenproblem. Aber eine gute Geschichte ist es trotzdem.

William Rotsler – Star Trek III The Search for Spock: Short Stories

img_1660

 

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe: 1984
  • Verlag: Ravette Limited London
  • ISBN: 0906710596
  • Paperback 126 Seiten
  • Sprache: Englisch

Dieser kleine Schatz hier gehört zu den unzähligen Büchern, die ich einmal im Antiquariat erwerben konnte. Jemand war entweder gestorben oder hatte seine Sammlung aufgelöst, jedenfalls war eine riesige Kiste voll Star Trek-Büchern plus noch ein paar Extrastapel da. Sagen wir es so: Nach meinem Besuch nicht mehr. Und ich ging mit fast 60 Büchern und glücklichem Lächeln nach hause, zumal ich auch noch Mengenrabatt bekommen hatte. Deshalb werde ich euch ab und zu von uralten Star Trek-Geschichten erzählen und deswegen sehen sie auf den Bildern auch schon sehr gebraucht aus.

 

Aufbau: Wie der Titel schon sagt, handelt es sich hierbei um Kurzgeschichten. Allerdings ist nicht sicher, wie man sie chronologisch einordnen soll. Eigentlich sollten sie, laut Titel, im zeitlichen Bereich des dritten Star Trek Films spielen, daher sind hier auch Spoiler zu erwarten, aber gerade die letzten Geschichten müssen eigentlich vor dem zweiten Film ansetzen, eventuell sogar noch früher. Eine chronologische Reihenfolge oder zumindest Sternzeit-Angaben wären wünschenswert gewesen.

 

Inhalt: Die Geschichten sind jeweils nur etwas mehr als 20 Seiten lang, zu viel kann man also nicht erzählen.

In THE AZPHARI ENIGMA muss die schwer beschädigte Enterprise, nachdem sie Khan besiegt hat, eine Weile still liegen, damit die Reparaturen nicht gestört werden. Die Zeit wird genutzt, um ein noch unbekanntes System zu untersuchen. Anfangs erscheinen die Einwohner freundlich, doch mehr und mehr neue Schäden an der Enterprise tauchen auf. Haben die fremden Wesen damit zu tun?

THE JUNGLES OF MEMORY führt Uhura zurück in ihre Heimat Afrika, wo sie ihre Familie und alte Freunde besucht, dabei aber in einen Hinterhalt gerät.

A VULCAN, A KLINGON AND AN ANGEL ist Scottys Versuch, einem jungen Kadetten zu erklären, warum die alte Crew so sehr unter Spocks Tod zu leiden hat. Er erzählt, wie Spock einst mit einem klingonischen Kommandanten einem fremden Wesen begegnet ist, das sie zum Kämpfen zwingen wollte.

WORLD’S END berichtet von einer Reise auf einen Planeten, dessen Zivilisation offenbar zerstört wurde. Auf der Suche nach Überlebenden, wird plötzlich Spock entführt und für die Anderen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Und in AS OLD AS FOREVER findet die Crew die einzige Überlebende einer Forschungsstation, ein kleines Mädchen, das aber nicht ganz so normal ist, wie es scheint. Als sie vom Planeten fortgebracht werden soll, wehrt sie sich und entführt Kirk. Dabei kann der nicht einmal gute Geschichten erzählen.

 

Meinung: Aufgrund ihrer Kürze sind die meisten Geschichten sehr oberflächlich erzählt. Man lernt die Charaktere nicht kennen, wenn man sie nicht schon kennt. In mehreren der Kurzgeschichten wirkt zudem das Ende recht übereilt. Aber für die gegebene Kürze sind sie dennoch recht gut entwickelt, man merkt einen deutlichen Spannungsbogen und auch die übereilten Enden werden logisch aufgeschlüsselt. Aber ich muss zugeben, dass meine Bewertung ein klein wenig ‘erkauft’ ist, denn auf der allerletzten Seite erfährt man eine Kleinigkeit über Spock, die einfach zu niedlich ist, als dass sie nicht noch einen Stern wert wäre. Welche? Verrate ich nicht, vielleicht wollt ihr das Buch ja selbst noch lesen und entdeckt es bei einem Flohmarkt.

Lori Nelson Spielman – The Life List

Als ihre Mutter stirbt, rechnet Brett Bohlinger damit, die Firma zu übernehmen und ein nicht unerhebliches Vermögen zu erben. Doch statt dessen erhält sie eine Liste von Aufgaben, die sie innerhalb eines Jahres abarbeiten muss, sonst ist ihr Erbe für immer verloren. Aufgaben, die sie sich als Kind selbst gestellt und vollkommen aus den Augen verloren hat. Doch ihre Mutter ging noch weiter. Sie hat dafür gesorgt, dass Brett ihren Job verliert und erfährt, dass ihr halbes Leben eine Lüge war. Wie soll daraus noch Gutes erwachsen?

 

Spielman stößt nicht nur ihren Charakter, sondern auch den Leser mit ins kalte Wasser. Man leidet mit und ich glaube, wäre ich an Bretts Stelle gewesen, hätte ich nicht die Kraft gefunden, weiter zu leben. Doch nach und nach baut sie einen wieder auf, schickt einen auf eine Schnitzeljagd nach dem Glück im Leben. Eine emotionale, spannende Reise, bei der bis kurz vor dem Epilog nicht klar ist, ob sie wirklich gelingt.

Obwohl ich es auf englisch gelesen habe, war es flüssig, spannend, fesselnd. (Lest es niemals im Badezimmer, wenn ihr zufälligerweise nur ein Bad habt und andere es auch nutzen wollen.) Sehr zu empfehlen.

Charlie Holmberg – The Paper Magician

Ceony hat die Magierschule in nur einem Jahr abgeschlossen und möchte jetzt bei einem Schmelzer in die Lehre gehen, doch sie wurde einem Falter, einem Papiermagier zugeteilt. Dabei kann man das doch nie mehr ändern, wenn man erst an ein Material gebunden ist. Zuerst wehrt sie sich dagegen, lässt ihren Meister, Emery Thane, spüren, dass sie hier nicht gern ist, doch mehr und mehr lernt sie den verschrobenen Mann zu schätzen und als ihm eine merkwürdige Frau wortwörtlich das Herz aus der Brust reißt und damit verschwindet, riskiert sie ihr Leben, ihn zu retten.

 

Eine Mischung aus Harry Potter und der Gilde der Schwarzen Magier, aber ein wenig sanfter, etwas weniger düster und actiongeladen. Manchmal etwas zu viele Details, so hätte ich auf einige Beschreibungen von gefaltetem Papier verzichten können, und auch der Mittelteil des Buches, ein Wandel durch das Herz ihres Ausbilders, hätte etwas kürzer gefasst werden können, ohne dass man ihn dadurch weniger gern haben würde, aber alles in allem ein sehr schönes Buch, das man fast schon in einem Zug wegatmen kann.

Und selbst das Englisch hat keinerlei Probleme gemacht, obwohl ich lange nichts mehr auf Englisch gelesen habe, was mehr als ein Fachartikel war.

Neil Gaiman – The Ocean at the End of the Lane

ACHTUNG, SPOILER!!!!!

Bei diesem Buch muss ich etwas strukturierter rezensieren, als ich es normalerweise tu, weil ich es schlecht fassen kann. Leider muss ich dabei auch Spoiler einbauen. 

Sprache: Gaiman schreibt flüssig, leicht lesbar, auch für mich als Deutsche, die es auf Englisch liest. Ab und an tauchen Dialekte auf, da hatte ich ein wenig Probleme, aber schließlich kam ich auch damit zurecht. Er beschreibt viel, aber nicht zu viel, nicht zu komplex, gerade so, dass man sich gut in die Situation einfühlen kann. Die Sprache habe ich sehr genossen und entsprechend, wenn ich mal zum Lesen kam, auch viel auf einmal in kurzer Zeit geschafft.

Inhalt: Hier fühle ich mich hin und her gerissen. Zunächst einmal ist die Geschichte für meinen normalen Geschmack zu nah an Horror und Thriller, was ich sonst gar nicht lese. Auch ist nur wenig Witz drin, was für mich sonst wichtig ist. Dennoch war es spannend, packend, mit dem Erzähler – dessen Name, glaub ich, nie genannt wird – in seine Kindheit zurück zu reisen und Abenteuer zu erleben. Dabei habe ich, glaube ich, sogar ein paar Quellen von Gaimans Inspiration ausmachen können, fühlte ich mich doch zeitweise an Doctor Who (Father’s Day) und an Oma Wetterwachs von Pratchetts Scheibenwelt erinnert. Insgesamt eine sehr spannende Fantasy-Geschichte, die aber am Ende einen leicht schalen Beigeschmack behält, weil schlussendlich mit der Erinnerung des Erzählers gespielt wird. Dass er manipuliert wird, auch wenn es für ihn vielleicht das Beste ist, gab mir ein gewisses Gefühl der Leere, als ob man ich selbst es wäre, die einen wichtigen Teil meiner Persönlichkeit verliert. Darüber hinaus bleiben einige Fragen auch zum Ende hin offen. Wer und was sind die Hempstocks, woher kommen sie? Was waren die Wesen, die zwischendurch aufgetaucht sind, und warum erfährt der Rest der Welt nichts davon? 

Deshalb musste ich, trotz der sehr guten Erzählweise Gaimans und der Tatsache, dass ich es wirklich genossen hab, das Buch zu lesen, einen Stern abziehen.