#SPBuch – Indie-Bücher und ich

Kerstin und Janna von KeJas-BlogBuch haben gerufen, also möchte ich natürlich antworten. Nachdem es vor einer Weile schon eine Aktion gab, bei der man möglichst Selfpublisherbücher lesen und darüber berichten sollte, gibt es diesmal vor allem Fragen, die man beantworten kann.

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[Kurzrezensionen] Pottermore Presents #1-2 (Kurzgeschichten aus Hogwarts)

Kurzgeschichten
aus Hogwarts

 

JK Rowling hat es mal wieder getan: Sie hat erneut kürzeste Bücher zu ihrer magischen Welt verfasst und veröffentlicht. Doch waren die früheren Werke (wie die Märchen von Beedle dem Barden) meist der Charity ‘Lumos’ gewidmet, die sich für Kinder in Armut einsetzt, scheinen diese neuen Bücher lediglich in die eigene Tasche der Autorin zu spielen. Das wäre normalerweise kein Problem, immerhin sollen Autoren natürlich auch von ihrer Arbeit leben können. Diese Büchlein warten aber mit gleich mehreren Dingen auf, bei denen ich die kommerzielle Verwertung dann doch zumindest unsympathisch finde.

Zunächst einmal wäre da der in beiden Fällen missverständliche Titel. Denn in keinem der Bücher gibt es auch nur eine einzige Kurzgeschichte. Lediglich ein paar Sachtexte zu einigen Orten, Personen und Dingen der Harry Potter-Romane finden sich hier. Einige sind übernommen von Pottermore, Rowlings Website, andere sind ihre Gedanken darüber, wie sie zu einer bestimmten Idee kam oder warum sie etwas genau so und nicht anders geschrieben hat. Wirklich neue Geschichten aber finden sich nicht.

Und schon habe ich das zweite Problem angesprochen: Viele der Texte finden sich einfach schon kostenlos im Internet. Warum soll man dann jetzt Geld bezahlen, um sie noch einmal lesen zu dürfen? Und vor allem auf die Art und Weise? Würde JKR ein riesiges Harry Potter-Lexikon zusammenstellen, mit all diesen Informationen, wäre mir das als Fanfiction-Autorin durchaus einiges Geld wert, weil es ewig dauert, sich immer alle Informationen im Harry Potter-Wiki zusammenzusuchen. Aber hier hat man nur etwa 70-80 Seiten pro Buch, davon einige mit nur zwei oder drei Zeilen bedruckt, als Überleitung zwischen einzelnen Texten. Persönlich finde ich das verdammt ärgerlich und es wirkt eben, als würde man nur noch schnell möglichst viel Geld mit dem verdienen wollen, was man eh schon geschrieben hat.

Aber auch inhaltlich überzeugen die Bücher wenig. Ja, manche Texte sind gar nicht so uninteressant – auch wenn ich den Abschnitt über Magierpolitik immer noch viel zu kurz und zu einseitig finde. Aber wenigstens eine meiner vielen Fragen in dem Bereich wurde endlich beantwortet. Nur: Ich kann mir gar nicht sicher sein, dass das jetzt wirklich eine kanonische Information ist. Denn schon in den ersten beiden Bänden der Reihe widerspricht sich Rowling selbst. Über Dolores Umbridge gibt sie in Band 1 eine völlig andere Information preis als in Band 2 – und beide sind nicht mit einander zu vereinbaren.

Ergo haben wir hier: Einen Titel, der mindestens fehlleitet, vielleicht sogar Betrug ist; Texte, die man auch kostenlos kriegen würde; und zu guter Letzt widersprüchliche Informationen, denen man also nicht vertrauen kann.

Für mich taugen sie daher maximal als Liebhaberstücke für Extremfans, die wirklich alles über Harry Potter und seine Welt wissen wollen. Ich selbst gebe beiden drei Sterne – und die Sterne sind nur für die Hintergrundtexte, wie Rowling auf ihre Ideen kam. Ansonsten bin ich von diesen beiden Büchlein schwer enttäuscht.

Hasnain Kazim – Post von Karlheinz

Post von Karlheinz by Hasnain KazimBuchdetails

  • Erinnert an: //
  • Genre: Nonfiction, Humor
  • Erscheinungsdatum: 2018
  • Verlag: Penguin
  • ASIN: B077C3LJKY
  • Ebook 269 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Trigger: Rassismus (beschrieben aus Sicht eines Betroffenen), Blasphemie
  • Positiv: Aufzeigen von Alltagsrassismus, politische Aufklärung auf differenzierte Art

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All you can read? Ebook-Abos im Test [Werbung]

Disclaimer: Der folgende Beitrag ist eine nicht bezahlte Werbung.

Vor einigen Wochen habe ich mir an dieser Stelle ja bereits angeschaut, was besser für die Umwelt ist: Ebooks oder Print. Bei meinen speziellen Lesegewohnheiten, also den mehreren Dutzend Büchern im Jahr, sind Ebooks für mich eigentlich besser, wenn es darum geht, mein Verhalten der Umweltfreundlichkeit anzupassen.

Also habe ich mich umgeschaut nach Möglichkeiten, Ebooks kostengünstig zu lesen, also Flatrates oder sonstige Abos zu nutzen.
Hier also mein Vergleich über ein paar der gängigsten Ebook-Abonnements.

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Charlie Holmberg – The Plastic Magician

Buchdetails

  • Erinnert an: Paper Magician von der selben Autorin, natürlich, denn dies ist eine Art Spin-Off. Außerdem erinnert es an alle Zauberlehrling-Romane, nur, dass Holmberg ruhiger schreibt und nicht gleich die ganze Welt in Gefahr ist.
  • Genre: (Feel Good) Fantasy, leichte Romanze
  • Erscheinungsdatum: 15. Mai 2018
  • Verlag: 47North
  • ISBN: 9781542047913
  • Ebook 236 Seiten
  • Sprache: Englisch

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Charlie Holmberg – Magic bitter Magic sweet

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 28. Juni 2016
  • Verlag:  47North
  • ISBN: 978-1503935600
  • Ebook   306 Seiten
  • Sprache: Englisch

 

Klappentext: 

Maire is a baker with an extraordinary gift: she can infuse her treats with emotions and abilities, which are then passed on to those who eat them. She doesn’t know why she can do this and remembers nothing of who she is or where she came from.

When marauders raid her town, Maire is captured and sold to the eccentric Allemas, who enslaves her and demands that she produce sinister confections, including a witch’s gingerbread cottage, a living cookie boy, and size-altering cakes.

During her captivity, Maire is visited by Fyel, a ghostly being who is reluctant to reveal his connection to her. The more often they meet, the more her memories return, and she begins to piece together who and what she really is—as well as past mistakes that yield cosmic consequences.

Inhalt: 

Maire ist seit etwa vier Jahren in einer Kleinstadt und hat mittlerweile ihre eigene Konditorei, in der sie Leckereien verkauft, in die sie Gefühle und Eigenschaften einbackt. Ihre Kekse können Mensch und Tier kräftiger machen, ihr Lavendelkuchen kann dafür sorgen, dass man sich geliebt fühlt und selbst Intelligenz ist mit ihren Desserts kein Problem. Warum sie das kann, weiß sie ebenso wenig, wie was vor ihrer Zeit in der Siedlung war.

Doch kaum erhält sie die Hoffnung darauf, etwas über sich zu erfahren, kaum scheint jemand, eine Erscheinung, sie von früher zu kennen, wird ihre sonst so keine Welt zerstört. Vagabunden überfallen die Stadt, töten die meisten und nehmen die jungen Bewohner als Sklaven mit. So kommt Maire in die Gewalt eines Mannes, der sie ebenfalls zu kennen scheint und von ihren Talenten weiß. Der sie gesucht hat. Ihr neuer Besitzer ist aber nicht nur brutal, sondern auch noch wahnsinnig. Nur eines scheint er mit Bestimmtheit zu wissen: Er muss verhindern, dass Maire mehr über sich erfährt.

 

Charaktere: 

Man lernt die Charaktere eigentlich erst gegen Ende wirklich kennen, weil vorher all ihre Vergangenheiten noch durch Amnesie und Rätsel verborgen sind. Stück für Stück werden Teile enthüllt, die sich aber erst im letzten Kapitel zusammenfügen. Bis dahin erlebt man die Geschichte aus Maires Sicht und kann so keinen unvoreingenommenen Eindruck gewinnen. Dafür leidet man mit ihr mit, und erhält daneben Einblicke in ihre Seelenleben, ihre Suche nach Antworten, aber auch ihre Angst davor.

 

Fazit: 

Der Roman bot Spannung bis zur letzten Seite des regulären Teils, wobei er mir an vielen Stellen zu brutal war. Düsterer, als ich es von Holmberg bisher gewohnt bin. Gefallen haben mir hingegen die Andeutungen anderer Geschichten im Buch, wobei ich mir gewünscht hätte, dass die weiter ausgebaut worden, mehr in die Welt eingeordnet gewesen wären. Der Epilog war letztlich leider enttäuschend. Zwar ein abgeschlossenes und auch zu erwartendes Ende, aber zu plötzlich und zu wenig erklärt, so dass der Roman nicht völlig überzeugen konnte.

#1stebook

Und noch eine Frage, die ich heute beantworte. Eigentlich wollte ich sie in die Warteschlange stellen, aber die Aktion #1stebook von electricbookfair zum E-Book Festival 2016 läuft nur noch bis zum 15. Juni und da will ich doch mitmachen.

Was war euer erstes E-Book – ever?

Wie habt ihr den Erstkontakt mit dem E-Book erlebt?

 

Ich bin mir gar nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, mein erstes E-Book Rebecca Hohlbeins ‘Helga oder mit der Al Qaida nach Sibirien’. Einerseits kannte ich Rebecca schon über Facebook, und fand die kleinen Bits, die sie da immer aus ihrem Leben veröffentlich hat, ganz lustig zu lesen, so dass ich mal ein Buch von ihr lesen wollte. andererseits war es dann irgendwann mal reduziert und der Schnäppchenjäger in mir mach reduzierte Bücher.

Es ist noch in meiner Cloud, aber nicht mehr auf dem Reader, um möglichst wenige auf einmal drauf zu haben, aber lange ist es noch nicht her. Vielleicht ein Jahr?

Ich finde digitale Bücher ganz gut für die Busfahrt, weil ein Reader viel leichter ist als ein normales Buch und man kriegt ja nun einmal nie einen Sitzplatz. Auch beim Gehen ist es besser, aus dem selben Grund. Aber am Liebsten habe ich doch immer noch ein Papierbuch, alleine schon, weil man mir das nicht einfach wegnehmen kann. Wer weiß, ob Amazon, Apple und Co nicht einfach Inhalte löschen können? E-Books sind mal ganz nett, aber nichts für immer.

 

Und wie ist es bei euch so?