Greg Bear – Corona [Kurzrezension]

Corona (Star Trek, #15)

SciFi | 192 Seiten | Taschenbuch | Pocket Books | Englisch

Wenn man diesen Roman völlig von Star Trek losgekoppelt betrachten würde, wäre das Thema recht als, aber nicht völlig schlecht aufgearbeitet. Eine höhere, einsame Lebensform erkennt das bestehende Universum als wertlos an und missbraucht dessen Einwohner, um das Universum zu verändern.

Selbst innerhalb von Star Trek ist die Geschichte des übermächtigen, körperlosen Energiewesens, das Sterbliche manipuliert, eher ein alter Hut. Entsprechend kann der Roman da nichts Neues bieten.

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[Kurzrezension] Markus Orths – Lehrerzimmer

Lehrerzimmer

Parodie, Belletristik | 160 Seiten | Taschenbuch | btb | Deutsch
(Memo an mich: Ich sollte mir das endlich merken, damit auch Kurzrezensionen übersichtlich bleiben.)

Dieser Roman wurde mir in seiner Hörbuchfassung schon vor einigen Jahren empfohlen, doch das Hörbuch bei Sputnik habe ich damals irgendwie verpasst. Leider, denn ich glaube, dass der akustische Konsum des Romans zumindest ein Ärgernis aus dem Weg geräumt hätte: Die unglaubliche Anzahl genutzter Kommata.
Der Stil Orths’ ist leider wirklich anstrengend. In einem Satz teilweise 23 Kommata, obwohl nicht alle Teile des Satzes grammatikalisch und thematisch überhaupt zusammengehören.

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[Kurzrezension][Hörbuch] Trevor Noah – Born a Crime

Born a Crime: Stories from a South African Childhood

Diese Biographie gehört wieder zu den Büchern, die eher beißen und weh tun, aber auf eine notwendige Art.

Trevor Noah, heute Comedian und Moderator der Daily Show, erzählt von seiner Jugend in Südafrika, als ein Kind, das einen weißen Vater und eine schwarze Mutter hat und das zur Zeit der Apartheid. Er erzählt von Gewalt, Kriminalität, Ausgrenzung und für uns veraltete Rollenbilder.

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[Kurzrezension] Jeffrey Edelman – TrekkieMania

Bildergebnis für TrekkieMania

Dieses Buch brüstet sich damit, der ultimative Guide für Star Trek-Fans zu sein, doch in Wirklichkeit ist es eher ein sehr kurz und allgemeien gehaltene Einleitung für Leute, die absolut nichts von Star Trek wissen und sich langsam ins Fandom wagen. Dadurch, dass es 1997 erschien, beinhaltet es auch nicht alle Staffeln von Deep Space 9 und Voyager, nicht alle Filme und Star Trek: Enterprise (die Serie mit dem Beagle, die die meisten Fans nichtsen) war da noch nicht einmal in Arbeit.

Wirklich störend ist, dass hier alles alphabetisch geordnet ist. Sowohl die Crewmitglieder (hier wenigstens nach Serien sortiert), als auch die Gaststars (nicht nach Serien sortiert). Ebenso der ‘Episodenguide’ ist nicht etwa nach Ausstrahldatum, also chronologisch, sondern nach englischem Titel geordnet.

Dieser macht auch die Hälfte des Buches aus. Ein weiteres Drittel sind biographische Angaben zu allen Haupt- und Gaststars der Serien. Schiffe, Völker und Technologien sind mit gerade 8 von 250 Seiten extrem knapp gehalten und nur oberflächlich aufgegriffen.

Was mich persönlich am meisten gestört hat, war aber tatsächlich nicht, dass das Buch für einen echten Trekkie nicht einmal als Nachschlagewerk zu gebrauchen ist, sondern, dass die Sprache teils abwertend, teils flach und oft repetativ gehalten ist.

Insgesamt also kein Buch, das mich überzeugen konnte.

[Kurzrezension] Trevor Baxendale – Wishing Well (Doctor Who)

Doctor Who: Wishing Well

Science Fiction | 256 Seiten | Taschenbuch | BBC Books | Englisch

Eigentlich wollten sie nur einen kurzen Stop machen. Tee, und Kekse mit Sahne irgendwo auf dem Land, mehr sollte es nicht sein. Doch wie das Leben mit dem Doctor so ist, finden sich der Time Lord und Martha an einem alten Wunschbrunnen wieder, in dem angeblich ein Schatz vergraben liegt. Als dann aber Leute auf mysteriöse Weise sterben, beschließt der Doctor, auf eigene Hand zu untersuchen, was wirklich im Brunnen vor sich geht.

Aufgebaut wie eine der Serienfolgen gibt es hier eine gute Mischung aus Witz und Spannung, Lokalkolorit und schrägen Charakteren, die bis zum Ende keine Langeweile aufkommen lassen.
Bisher der gelungenste Doctor Who-Roman, den ich je gelesen habe.

[Kurzrezension] Jule Müller – Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher

Früher war ich unentschlossen, jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher: Wie ich meine Zwanziger überlebteDies war eines meiner ’50 Seiten anlesen’-Bücher, das ich allerdings nur schwer aus der Hand legen konnte. Einerseits, weil es mich schon ein wenig beschämt, wie viele Bücher ich in letzter Zeit abgebrochen habe, andererseits aber auch, weil es eine Art perversen Reiz auf mich ausgeübt hat.

Denn dieses Buch ist quasi der RTL2-Nachmittag in Papierform. Eine lächerlich wirkende Mischung aus Jugendsprache und Denglisch, von denen man immer meint, dass keiner wirklich so reden und erst recht nicht schreiben würde. Dazu Drogen, Alkoholexzesse und Sex.

Die ersten 150 Seiten waren also pures Fremdschämen, eine Art Guilty Pleasure – und ich entschuldige mich, dass auch ich jetzt auf Denglisch zurückgreifen muss. 150 Seiten in denen der Anfang der Zwanziger beschrieben wird.

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[Kurzrezension] Bob Fenster – Dümmer geht immer

Bildergebnis für dümmer geht immer

Als ich dieses Buch hier in meinem SUB-Regal gesehen habe, habe ich mich erschreckt. Denn ich erinnerte mich, dass ich schon einmal ein Buch von Bob Fenster gelesen habe – Die Katze in der Mikrowelle – und es einfach schlecht fand. Auch dort hat er die Dummheiten des menschlichen Lebens gesammelt. Oder es zumindest vorgegeben. Dieses Buch hier soll quasi die Fortsetzung sein.

Dennoch wollte ich ihm noch einmal eine zweite Chance geben.

Leider entdeckte ich aber auch hier wieder das gleiche Problem. Einerseits schreibt Bob Fenster unstrukturiert. Er gibt seinen Kapiteln zwar Namen, die eine Sortierung andeuten, dann schreibt er aber nach drei oder vier Beiträgen, die dazu passen, wieder wahllos alle ‘Fehlleistungen’ darunter, ob sie passen oder nicht.

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[Kurzrezension] J. M. Dillard – Star Trek V: Am Rande des Universums

Star Trek V: Am Rande des Universums

Hierauf hatte ich mich wirklich gefreut, denn die bisherigen Star Trek-Filmadaptionen waren wirklich gut gewesen – vom ersten Film einmal abgesehen, und da lag es ausschließlich daran, dass die deutsche Übersetzung einige Kernsätze einfach komplett gestrichen hat, die in der englischen Fassung vorkamen. (Siehe T’hy’la, eine Andeutung, dass Spock mehr für Kirk empunden haben könnte, als simple Freundschaft.)

Leider hat mich dieser Roman ein wenig enttäuscht. Hier fehlen Schlüsselsätze zwar nicht komplett, aber dafür werden hier Szenen anders dargestellt, als später im Film. Kleine Details sind entweder völlig anders oder gleich herausgelassen worden. Ob das an der Autorin oder der Übersetzung liegt, vermag ich diesmal allerdings nicht zu sagen.

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Kurzrezensionen Juli 2017

In diesem Monat gab es einige Bücher, die ich gelesen habe und auch als besprechenswert ansehe, bei denen ich aber nicht genug Meinung für eine lange Rezension habe. Daher hier die Sammlung meiner kleinen Kurzrezensionen.

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Gratis Comic Tag 2017 – Kurzrezensionen

Hier die gesammelten Rezensionen der Comics, die beim Gratis Comic Tag 2017 erhältlich waren. Dabei habe ich nicht alle mitgenommen, sondern nur die, die mich auf den ersten Blick interessierten.

 

Hilda und der MitternachtsrieseLuke Pearson – Hilda und der Mitternachtsriese – ABGESCHLOSSENE GESCHICHTE

Hilda und ihre Mutter leben abseits der Stadt in der Wildnis. Seit Längerem erhalten sie winzige Briefe, dass sie doch bitte verschwinden sollen, ohne, dass sie wüssten, von wem. Eines Tages findet dann ein Angriff, winziger, nicht sichtbarer Wesen auf ihr Haus statt. An dem Tag sieht Hilda auch ihn zum ersten Mal, den Riesen. Dass ihre Neugier, was es mit dem großen Wesen auf sich hat, und ihre Verzweiflung, um ihr Haus zu kämpfen, eng mit einander verwobene Abenteuer anstoßen, ahnt sie zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Eine schöne Fantasygeschichte, die zwar einfach gezeichnet, aber ansprechend erzählt wird. Nicht für ganz kleine Kinder geeignet, aber für alle so ab 10 sollte dieser Comic gehen.  

 

 

GastonGaston – Franquin – ABGESCHLOSSENE COMICSTRIPS, BEST OF

Gaston, Mitarbeiter bei Carlsen Comics, schlittert mit seiner leicht weltfremden Art von einer Katastrophe in die nächste, ohne dabei die Spur der Verwüstung zu bemerken, die ihn umgibt.

Ein Favorit meiner Mutter, aber ich muss sagen, dass mir Gaston nicht gefällt. Dass jemand, der den Verlag jeden Tag aufs Neue gefährdet, nicht entlassen wird, erscheint mir unbegreiflich, und auch die Schlamassel, in die er andere bringt, sind für mich nicht witzig, sondern eher tragisch.

 

 

 

Professor van Dusen findet den Ring des PolykratesMichael Koser und Gerd Pircher – Professor van Dusen findet den Ring des Polykrates – ZWEI ABGESCHLOSSENE GESCHICHTEN

Hier erneut kinderfreundliche Comics. Im Ersten jagt ein Biologieprofessor, der mit Sherlock Holmes verwandt sein könnte, unfreiwillig einen Juwelendieb im Jahr 1903.

Der zweite hingegen spielt in der heutigen Zeit und zeigt drei chaotische Pfadfinder und ihre Bemühungen, einen Survivallehrgang zu bestehen.

Der erste Comic ist vor allem spannend und gleichzeitig niedlich gezeichnet, während der zweite etwas grober gezeichnet, dafür aber durchaus lustig zu lesen ist. Beide sind für Kinder wie für Erwachsene geeignet.

 

 

 

65 Jahre Daniel DüsentriebWalt Disney (Company) – 65 Jahre Daniel Düsentrieb – ABGESCHLOSSENE GESCHICHTEN, BEST OF

Ein paar Geschichten aus dem Leben des genialen, aber oft am Ende doch recht glücklosen Daniel Düsentrieb. Ich war schon immer ein Disney-Comic-Mädchen. Beim Kinderarzt oder der Krankengymnastik habe ich immer dazu gegriffen und auch jetzt würde ich es gern in Wartezimmern noch tun, aber die gebotene Alternative ist leider immer nur der Stern.

Die hier abgedruckten Geschichten stehen denen meiner Kindheit in nichts nach und sind genauso unterhaltsam wie früher.

 

 

 

 

SherlockJay – Sherlock 1: Ein Fall von Pink – ERSTE 5 SERIENMINUTEN

John Watson hat Probleme, sich an das zivile Leben zu gewöhnen und sucht eine Wohnung. Mike, ein alter Freund aus Studienzeiten, nimmt ihn mit zu einem exzentrischen Mann, der mit wenigen Blicken Johns halbe Lebensgeschichte errät und der einen Mitbewohner sucht.

Natürlich kann man am Gratis Comic Tag nicht gleich den ganzen Band der ersten 90 Minuten Serie erwarten, aber dennoch ist das Ende gleich nach dem ersten Treffen ziemlich unbefriedigend. Noch mehr stört mich aber, dass wirklich nur das Drehbuch übernommen wurde. Weder gibt es mehr Informationen, noch wurde groß gekürzt, so dass man auch einfach die Folgen schauen kann. Ich jedenfalls konnte den Comic mitsprechen als Sherlock-Fan.

Einziger Trost: Im Gegensatz zu anderen (Fan-)Comics ist Sherlock hier nicht übertrieben androgyn dargestellt, sondern wird ganz gut getroffen. Ebenso John. Die Nebencharaktere leider nicht.

 

 

Sherlock Holmes: Die Chroniken des MoriatySylvain Cordurié, Andrea Fattori – Sherlock Holmes, Die Chroniken des Moriarty 1: Renaissance – ABGESCHLOSSENER ERSTER BAND

In dieser etwas abgewandelten Version von Sherlock Holmes, und dem dazugehörigen Moriarty-Spinoff dreht sich alles um alte Götter und schwarze Magie. Moriarty, einst gefangen und gefoltert von den Göttern, weil sie sich von ihm einen Weg zum Reich der Menschen erhofften, gibt sich geläutert und macht sich nun auf die Suche, all die Bücher zu zerstören, die ebenfalls eine Gefahr für die Erde sind, auf die die Götter lauern.

Obwohl sehr blutig und brutal, hat mir die Geschichte erstaunlich gut gefallen. Noch sind nicht alle Motive klar, vielleicht sollte ich zunächst die grundlegende Sherlock Holmes-Reihe lesen, aber ich bin durchaus daran interessiert, die Folgebände zu lesen. Nicht schlecht gezeichnet und eine spannende Storyline.

 

 

 

 

Ohne Angabe – Doctor Who – DREI ABGESCHLOSSENE, EINE ANGEFANGENE GESCHICHTE

Die Kurzgeschichten beinhalten den zehnten, den elften und den zwölften Doktor, in zwei eher absurd-witzigen und einer für den Doktor eher klassischen Geschichte. Darüber hinaus gibt es einen Anfang einer Geschichte mit zumindest dem ersten Doktor, wobei angedeutet wird, dass auch die anderen Reinkarnationen eine Rolle spielen werden.

Die Geschichten sind gut geschrieben, teilweise aber etwas schlecht gezeichnet. Dennoch unterhaltsam und schnell lesbar.