[Kurzrezension] J. K. Rowling – Die Märchen von Beedle dem Barden

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 2009
  • Verlag: Carlsen Verlag
  • ISBN: 978-3-551-35926-1
  • Taschenbuch  128 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klappentext: 

Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht: die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben – im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.

Aufbau:

Fünf Märchen sind hier in leichter, kinderfreundlicher Form aufgeschrieben, jeweils hinterher kommentiert von Albus Dumbledore.

 

Fazit: 

Ein wenig sehr leicht geschrieben, sind die Märchen an sich nicht wirklich etwas Besonderes. Zwar nicht uninteressant, aber auch nicht herausragend spannend. Was das Buch dann aber doch noch verbessert, sind die Kommentare Dumbledores. Diese sind zwar auch nicht unbedingt nötig für den normal-fanatischen Harry Potter-Leser, aber sie beleuchten doch die magische Welt und Dumbledore als Charakter ein wenig mehr. Ein nettes Beiwerk und ihren geringen Preis allemal wert sind die Märchen von Beedle dem Barden also allemal.

 

Tom Llewellyn – Das Haus, in dem es schräge Böden, sprechende Tiere und Wachstumspulver gibt

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 19. März 2014
  • Verlag: Thienemann
  • ISBN:
  • Hardcover  192 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klappentext: 

Welche Geheimnisse birgt der Trau-dich-ganz-nach-oben-Raum? Seit Jacob und Charlie in das Haus mit den schrägen Böden und der Nachbarstochter Lola eingezogen sind, ist ihr Leben voller merkwürdiger Ereignisse. Die Sache mit dem Wachstumspulver geht gerade noch mal gut aus. Dann wird das Haus unsichtbar, Geier tauchen auf und Jacob stößt auf einen wertvollen Schatz – in dem “schrägen” Haus ist immer etwas los!

Schaurig-gruselig, fantastisch und voller Humor – Roald Dahl lässt grüßen!

Inhalt: 

Jacob, sein Bruder Charlie und die Eltern suchen ein Haus, da ihre Wohnung viel zu klein für sie ist. Viel können sie sich aber nicht leisten und als dann das Angebot kommt, ein riesiges Haus zu einem gut finanzierbaren Preis zu erstehen, müssen sie einfach zuschnappen. Wen interessieren denn da die zur Mitte hin abfallenden Böden des Hauses oder das Gekritzel, das fast überall die Wände bedeckt?

Doch schon bald müssen sie bemerken, dass das Haus noch weitaus geheimnisvoller ist, als zuerst gedacht, spätestens als Rattenanführer Mr. Daga ihnen Rache schwört, weil sie aus Versehen seinen Sohn getötet haben.

 

Aufbau:

Das Buch ist in zwar lose zusammenhängende, manchmal aber doch nicht weiter auf einander eingehende Kapitel aufgebaut, alle in erster Person von Jacob erzählt, einem Jungen, dessen Alter nie genannt wird.

 

Charaktere: 

Charlie, Jacob und Nachbarsmädchen Lola sind die hier am häufigsten vorkommenden Charaktere, doch auch sie sind nur oberflächlich dargestellt. Ein wenig fehlt hier der Tiefgang, was aber aufgrund des eng gedrängten Geschehens und der wenigen Seiten zu verschmerzen ist.

 

Fazit: 

Teils gruslig, teils spannend erzählt Llewellyn von den Geheimnissen, die ein alter Einsiedler in seinem Haus verborgen hatte, aber auch von denen der Nachbarschaft drum herum. Dabei wird aber alles aus der Sicht eines Kindes geschildert, was der Grund sein mag, warum es für mich als Erwachsene nicht abgeschlossen wirkt. Viele Geheimnisse werden zwar angekratzt, nachdem die akute Begebenheit damit aber beendet ist, werden sie nicht weiter ergründet. Daher hat mich das Buch zwar gut unterhalten, lässt mich aber dennoch unzufrieden zurück. Ich hoffe, dass eines Tages ein Nachfolgeband erscheint, damit man endlich erfährt, was genau hinter Haus und Nachbarschaft steckt.

 

Wirklich wunderbare Weihnachtsbücher

Auch wenn es zum Zeitpunkt des Posts längst zu spät ist, diese Bücher noch zu besorgen – falls sie denn überhaupt noch verlegt werden -, so möchte ich doch auch endlich etwas Weihnachtsstimmung verbreiten. Heute stelle ich euch meine absoluten Lieblingsweihnachtsbücher vor, jedes davon bestimmt schon älter als 10 Jahre.

 

Am 4. Advent morgens um vier | Klaus Kordon | Ravensburger Verlag | 1990 | 48 Seiten

Andreas wächst als Kind armer Eltern auf. Er wünscht sich nichts mehr, als dass seine Familie etwas Glück hat, doch das Christkind hat er noch nie gesehen, und in so ein armes Dorf kommt doch sicher kein reicher Nikolaus, oder? Und Gott? An den hat er schon so oft seine Gebete gerichtet. An wen soll er seinen Wunsch jetzt noch richten? Da hört er von einer Möglichkeit, denn Wünsche, die man am vierten Advent, morgens um vier Uhr in den Schnee schreibt, und nur in den Schnee, die werden wahr.

 

Ein Buch über kleine Weihnachtswunder, und wie wir Menschen uns gegenseitig glücklich machen können.

 

Wirklich wahre Weihnachtsgeschichten | Margret und Rolf Rettich | Beltz | 1976 | ? Seiten

 

Leider habe ich meine Ausgabe nicht gefunden, dabei bin ich mir sicher, sie niemals nie nicht abgegeben zu haben. Margret Rettich erzählt hier, illustriert von ihrem Mann, viele kleine, fast schon alltägliche Geschichten, denen allen ein weihnachtlicher Zauber inne liegt. Nicht alle sind glücklich, manche nachdenklich und traurig, und doch umfassen sie alle wunderbar, was Weihnachten ausmacht.

 

 

Rufus und die Weihnachtsmänner | Ursel Scheffler und Jutta Timm | Oetinger | 1997 | 120 Seiten

 

Polarforscher Rufus entdeckt plötzlich Rentiere, wo eigentlich keine sein sollten. Mit seinem Heißluftballon ist er gerade von Grönland aus weiter in den Norden gefahren, da geben seine Instrumente plötzlich auf, und das, als er geradewegs in eine Wolkenwand gelangt. Als er wieder zu sich kommt, ist er abgestürzt und weiß nicht, wo. Doch anstatt in der eisigen Einöde zugrunde zu gehen, finden ihn zwei Männer. Auf Nachfrage, wer sie sind, antworten sie nur, der Weihnachtsmann zu sein und so kommt Rufus als einziger Außenweltler in die Lage, das Dorf der Weihnachtsmänner zu sehen und zu erfahren, wie wir an unsere Geschenke kommen.

 

 

Während es für dieses Jahr zu spät ist, habt ihr jetzt vielleicht im nächsten Jahr ein paar Ideen, war ihr mit euren Kindern – oder mit euch selbst, ihr Junggebliebenen – an Weihnachten im Kerzenschein und bei Plätzchen und Tee lesen könnt.

 

Und was sind eure Weihnachtslieblinge? Verratet mir das doch in den Kommentaren.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten

[Kurzrezension] Tommy Krappweis – Ghostsitter Band 3: Hilfe, Zombie-Party!

Hier soll die Kürze der Rezension keine Rückschlüsse auf die Stern-Wertung zulassen. Auch wenn der Titel des dritten Bandes mir zu … einfach und etwas unkreativ erscheint, so habe ich den dritten Band sehr genossen.

Wombie, der Zombie hat bald den 100. Tag seiner Zombiefizierung und deshalb muss ein Ritual durchgeführt werden, damit er nicht einfach zu Staub zerfällt. Leider klingt das einfacher, als es wirklich ist, denn es werden dafür einige Gegenstände benötigt, die man nicht gerade im nächsten Supermarkt findet, darunter ein Ring, der einst einem der Beatles gehört hat.

Und leider ist ausgerechnet derjenige, der das ganze durchführen soll, bei der Beschaffung der Gegenstände verhindert, denn Vampir Vlarad hat etwas zu tief in die Venen eines Hamsters geschaut und ist nun erst einmal selbst dazu verdammt, in pelziger Form zuzuschauen.

So beginnt eine amüsante Jagd, rechtzeitig alles zu besorgen, gepaart mit einigen emotionalen Momenten und neben dem Hamstervampir auch noch seinem Opfer: Dem Vampirhamster.

Eine wunderbare Fortsetzung der Reihe, die jeden Cent und jede Sekunde Lesezeit wert ist.

Bernd Perplies, Christian Humberg – Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler: Der Goldene Machtkristall

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 15. März 2016
  • Verlag: Thienemann
  • ISBN: 978-3-522-18400-7
  • Hardcover  288 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klappentext: 

Dass er kurz nach seiner Ankunft in London im größten Abenteuer seines Lebens steckt, hätte Lucius nie geahnt. Zum Glück sind seine neuen Freunde mit allen Wassern gewaschen: Theodosia besitzt übersinnliche Kräfte, Sebastian hat schon gegen Löwen gekämpft und Harold, der junge Erfinder, hat einen Automatenmann gebaut. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen Kristall, der aus dem Museum gestohlen wurde – und der von dunkler Magie erfüllt ist!

Inhalt: 

Lucius, der mit seiner Mutter von Klein auf Bühnenmagie praktiziert, wird von ihr für eine Weile beim berühmten Detektiv Sherlock Holmes gelassen. Der kann relativ wenig mit dem Jungen anfangen, so dass Lucius sich selbst überlassen ist, doch Sherlocks Bruder Mycroft erbarmt sich schließlich und nimmt den Jungen mit in den berühmten Diogenes-Club. Dort lernt er andere Kinder kennen, die nicht nur Spannendes aus ihrem Leben erzählen, und so Lucius’ Langeweile vertreiben können, sondern auch perfekte Partner für eigene kleine Ermittlungen sind. Zusammen geraten sie aber schnell in Lebensgefahr.

 

Charaktere: 

Die berühmten Charaktere Holmes, Watson, Hudson und Irene Adler, sowie Quartermain, sind hier nur Nebenfiguren, die aber dennoch einiges an Charme mit sich bringen.

Die wahren Helden sind Lucius, Theodosia, Sebastian und Harold, sowie Harolds Automatenmann. Alle Kids sind wunderbar mit ihren eigenen Stärken und Schwächen herausgearbeitet und so sehr lebendig gestaltet, jeder für sich ein Individuum, das etwas Eigenes zur Gruppe beiträgt.

 

Fazit: 

Zuerst war ich etwas skeptisch. Neuerzählungen alter Geschichten sind nicht unbedingt meins, auch wenn ich dem gegenüber jetzt nicht generell abgeneigt bin.

Lucius Adler jedenfalls hat mich überzeugt. Spannung, Fantasy, Steampunk – was normalerweise nicht meins ist, mir hier aber gut gefällt – und eine Prise Humor, dazu liebgewonnene Charaktere als Zierde nebenbei machen eine lesenswerte Mischung, die ich gern in den nächsten Bänden weiter verfolgen werde.

Jack Thorne (und Joanne K. Rowling) – Harry Potter and the Cursed Child

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Dieser Beitrag enthält Spoiler! 

Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 31. Juli 2016
  • Verlag: Little, brown book group
  • ISBN: 978-0751565355
  • Hardcover  343 Seiten
  • Sprache: Englisch

 

Klappentext: 

 

 

THE EIGHTH STORY.
NINETEEN YEARS LATER.

Inhalt: 

Hier begleiten wir Albus Severus Potter durch die ersten vier Jahre seiner Schullaufbahn. Wir lernen, dass Harry Potter alles andere als ein perfekter Vater ist, und dass das wichtigste im Leben ein guter Freund ist, auf den man zählen kann. Albus entfernt sich mehr und mehr von seinem Vater und seiner Familie und freundet sich ausgerechnet mit Scorpius Malfoy an. Als er hört, dass Harry einen Zeitumkehrer gefunden hat, aber Amos Diggory verweigert, dessen Sohn Cedric zurück ins Leben zu holen, beschließt Albus, die Fehler seines Vaters rückgängig zu machen.

 

Aufbau: 

Es handelt sich hier um ein Theaterstück, also ist es in Akte und Szenen aufgebaut, mit teilweise recht lächerlichen Szenenübergängen (Tango tanzende Schauspieler), die aber wohl nicht anders zu machen gewesen sind und das Lesevergnügen nicht nachhaltig stören.

 

Charaktere: 

 

Der große Harry Potter ist hier nur eine Nebenrolle, und zeigt sich sehr fehlbar. Ebenso verhält es sich mit dem Rest des Trios, das aber kaum vorkommt.

Die wahren Hauptpersonen sind Albus Potter und Scorpius Malfoy, die sich noch vor der Hauseinteilung anfreunden und seit dem fast untrennbar sind, wären da nicht ihre Eltern. Beide benehmen sich oft ziemlich kindisch, wobei das wohl ihrem Alter geschuldet ist, Scorpius ist aber der Reifere und versucht teilweise, seinen besten Freund von Dummheiten abzuhalten. Daher ist er auch der deutlich Sympathischere. Beide Charaktere sind aber mit Stärken und Schwächen gut dargestellt und ihre Entwicklung auch stringent nachvollziehbar.

 

Fazit: 

Ein Stück ist kein Roman, so viel muss dazu gesagt sein, aber eigentlich war es ganz interessant zu lesen. Störend war aber das teilweise wirklich dumme Verhalten der beiden Jungs. Nicht etwa, weil sie einen Toten zurückbringen wollten, sondern eher wie sie es gemacht haben. Auch die Erwachsenen glänzten nicht gerade vor Einfühlungsvermögen oder Intelligenz. Ein typischer Beweis für Katastrophen, die entstehen, weil man nicht mit einander redet.

Dabei gibt es allerdings ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren und durchaus witzige Stellen, so dass das Stück sehr unterhaltsam zu lesen ist. Einzige Enttäuschung ist die Auflösung der Chemie zwischen den Protagonisten. Aber da muss wohl jeder selbst wissen, was er lieber gehabt hätte.

Mechthild Gläser – Die Buchspringer

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 2015
  • Verlag: Loewe Verlag
  • ISBN: 9783785574973
  • Hardcover 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

 

 

Auf Schir Khans Rücken durch das Dschungelbuch jagen, mit Goethes Werther die Hexen aus Macbeth bekämpfen und mit Elizabeth Bennet für den gut aussehenden Mr Darcy schwärmen … Nie hätte Amy gedacht, dass sie den Figuren aus ihren Lieblingsbüchern so nah sein könnte! Doch sie ist eine Buchspringerin, und damit ist es ihr möglich, wirklich und wahrhaftig in jede Geschichte einzutauchen, die sie schon immer einmal selbst erleben wollte. Amy testet ihre neue Fähigkeit ausgiebig – bis in der Buchwelt plötzlich gar nichts mehr so ist, wie es sein sollte.

Inhalt: 

Amy und ihre Mutter Alexis fliehen regelrecht aus Deutschland, auf eine schottische Insel auf der nur eine Hand vor Leute leben. Die eine flieht vor mobbenden Klassenkameraden, die andere vor einer gescheiterten Liebe, doch was Amy nicht weiß, ist, dass ihre Mutter sie mit nach hause, zum Herrenhaus ihrer Familie nimmt. Dort angekommen erfährt sie, dass sie in der Zeit, in der sie da ist, lesen MUSS. Kein Problem für den Bücherwurm, das hatte sie eh vor, doch nicht nur das. Sie soll in ihren Sommerferien auch noch Unterricht nehmen! Als ihr dabei allerdings beigebracht wird, wie sie, die das Blut von Buchspringern in sich trägt, auch körperlich in Geschichten eintauchen kann, ist ihr Widerwillen wie weggeflogen. Doch bald erfährt sie in der Buchwelt von mehr und mehr Eingriffen, die ganze Geschichten zerstört haben und sie beschließt, dem heimlich auf die Spur zu kommen.

 

Charaktere: 

 

Amy ist die typische, verträumte Teenage-Leseratte, dachte sie zumindest. Doch bei ihrer Großmutter erfährt sie mehr über sich, als sie je zu erfahren geglaubt hätte. Sie ist facettenreich charakterisiert, lebendig dargestellt und erstaunlich wenig nervig.

Ihre Mutter Alexis hingegen wird recht wenig eingebaut, aber wenn, dann benimmt sie sich sehr kindisch, so dass sie fast eher störend ist.

Will, die männliche Hauptfigur, ist so ein wenig der typische romantische Held. Freundlich, aufmerksam, ein wenig gebrochen, ein wenig geheimnisvoll. Aber dennoch verfällt er nicht zu sehr in ein Klischee, sondern bleibt sympathisch.

Einige der Nebencharaktere werden vergleichsweise gut vorgestellt, haben Geschichte und Wandlung, aber ein wenig mehr Hintergrund hätte man sich bei anderen schon gewünscht.

 

Fazit: 

Ich liebe Bücher, in denen Bücher eine Rolle spielen. Noch mehr liebe ich Bücher, in die man wirklich in andere Bücher reisen kann. Hier gab es nicht nur sehr viele kleine Anspielungen auf andere Bücher (aus denen ich noch eine Lese-Challenge basteln werde), sondern auch ein spannendes Mysterium, dass über das Buch hinweg aufgedeckt wird. Aber leider war das Ende etwas ernüchternd. Nicht das, was ich erwartet oder erwünscht hätte. Daher kann ich keine vollen 5 Sterne geben.

Tommy Krappweis – Ghostsitter Band 2: Vorsicht! Poltergeist!

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Buchdetails

  • Erscheinungsdatum: 4. Mai 2016
  • Verlag: Egmont Schneiderbuch
  • ISBN: 9783505138515
  • Hardcover 256 Seiten
  • Sprache: Deutsch

 

Klappentext: 

 

Ahhhhhh!
Seit Tom eine Geisterbahn mit waschechten Geistern geerbt hat, ist er voll im Stress: Wenn Vampir Vlarad in Fledermausgestalt auf dem Kirchturm landet und sich plötzlich wieder zurückverwandelt, sollte man ihm besser was zum Anziehen raufbringen. Dann bebt auch noch die Erde und ein mysteriöser Schatten schmettert den untoten Pharao Hop-Tep durch die Wände! Gespenstermädchen Mimi ist noch blasser als sonst, denn auch Geister können Angst vor Geistern haben. Aber Tom würde niemals zulassen, dass seinen Freunden etwas passiert. Nun muss er seinen ganzen Mut zusammennehmen, um das fremde Wesen zu stellen …

Inhalt: 

Toms Geisterbahn ist endlich aufgebaut, doch irgendwas stimmt hier nicht. Seine untoten Freunde haben das Gefühl, sie sollten möglichst schnell weg. Doch der Veranstalter des Marktes hört nicht auf ihre Warnungen und so entscheiden sie sich widerwillig, zu bleiben, in der Hoffnung, so unschuldige Menschen zu beschützen. Keine schlechte Idee, denn bald schon bebt die Erde und schließlich zeigt ein Poltergeist sein zorniges Gesicht.

 

Aufbau: 

Das Buch ist in 30 eher kurze, leicht zu lesende Kapitel aufgeteilt und jedes davon mit einem Titelbild verziert, dass sich allerdings wiederholt. Dennoch sehr schöne Zeichnungen von Timo Grubing.

 

Charaktere: 

 

Neben Tom, dem 14-jährigen Computernerd (und offenbar Trekkie), der die Geisterbahn geerbt hat und führt, sind die Hauptfiguren Welf, der meist griesgrämige, aber gut herzige Werwolf, der aristokratische Vampir Vlarad mit seinem trockenen Humor und magischen Fähigkeiten, Geistermädchen Mimi, die mehr und mehr auch die Tragik ihrer Situation betont, Mumie Hop-Tep, der wenig spricht, aber immer da ist, wenn man ihn braucht und Zombie Wombie, der sich durch nichts aufhalten lässt, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Dazu noch Wombies stinkender Plüschhase Odor und schon ist die kleine ‘Familie perfekt’. Jeder Charakter hat eigene Fähigkeiten und Stärken und jeder ist auf seine Weise definiert, und sie ergänzen sich perfekt zu einem Machwerk schrägen Humors, aber auch zu einem Team, dem man anmerkt, dass es zusammen gewachsen ist und das sich nicht so leicht wieder trennen lässt.

Auch Zoracz und seine Assistentin Dada spielen erneut eine Rolle. Noch immer erfährt man nicht viel über sie, aber sie bringen noch etwas zusätzliche Würze in die Geschichte und man will erfahren, was es mit ihnen auf sich hat.

 

Fazit: 

 

Eine gelungene Fortsetzung, die für Erwachsene zwar nicht wirklich gruslig, aber doch spannend und vor allem lustig ist. Ich habe jede Seite genossen und bin gespannt, wie es weiter geht und wie viel man wohl noch von den einzelnen ‘Familienmitgliedern’, aber auch von Widersacher Zoracz erfahren wird. Definitiv ein Buch, das sich lohnt, zumal es mit 9,99€ für ein Hardcover wirklich günstig ist. Nun heißt es also warten auf Band 3, der wohl im Oktober erscheint.

Dieses Buch bleibt im Regal #20

 

Dieses Buch bleibt im Regal-Banner

Noch eine Aktion, diesmal von Damaris liest. Und zwar wird immer zur Mitte des Monats ein Buch ausgewählt. Dazu schreibt Damaris:

Jeweils Mitte des Monats startet die Aktion “Dieses Buch bleibt im Regal”. Es geht mir darum, ein Buch vorzustellen, das einen sicheren Platz in meinem Regal hat – für immer. Fast jeder Leser hat Bücher, von denen er sich relativ leicht trennen könnte. Bei anderen fällt das schon schwerer. Und dann gibt es diese Schätze, bei denen man sich sicher, dass sie ewig bei einem bleiben. Um genau diese Bücher geht es hier.

Es mag vielleicht etwas doppelt gemoppelt klingen, aber auch hier wähle ich wieder die Bücher, die am Cover Monday schon vorgestellt wurden. Mara und der Feuerbringer von Tommy Krappweis.

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Wie ihr sehen könnt, liegt das nicht nur daran, dass ich den Inhalt einfach mag, die Bücher über alles liebe. Ich habe auch Tommy (mehrfach) getroffen, verbinde einige schöne Erinnerungen und neue Freunde mit den Büchern. Ohne ihn hätte ich niemals eine meiner neuen Lieblingsautorinnen (Jaaa, Sophie Seeberg, du bist gemeint) kennen gelernt. Auch zu Rebecca Hohlbein hätte ich keinen Kontakt. Dazu noch ein paar andere, sehr nette Leute, die mir ans Herz gewachsen sind, ein paar kleine Anekdoten der Fahrten zu den Lesungen und das tollste Klo der Welt (wenn ihr je in Hildesheim seid, geht ins LitteraNova):
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Also ja, diese Bücher werden niemals nie nicht weggegeben. Ausgeliehen vielleicht. Aber auch dann nur das Erste, denn ich liebe es, Leute mit Mara anzufixen, damit sie sich die Anderen dann selbst holen.

Meeeiiiiiin Schaaaaatzzzzz 

 

Tommy Krappweis – Ghostsitter Band 1: Geister geerbt

An einem Tag ein ganz normaler Junge, der Computerspiele zockt, am nächsten Besitzer einer Geisterbahn, doch für Tom bedeutet das noch mehr, denn er ist jetzt Beschützer einer kleinen Gruppe von Untoten. Zombie, Werwolf, Mumie, Geist und Vampir sind an ihn gebunden wie er an sie und gemeinsam müssen sie die Geisterbahn betreiben, obwohl man versucht, ihnen Steine in den Weg zu legen. Ob nun Gesandte eines Erzengels oder der finstere Widersacher Zoracz, Tom muss schnell lernen, mit seinem neuen Leben und seinen Fähigkeiten umzugehen, will er nicht sein Erbe und damit seine neuen Freunde verlieren.

Zunächst startet Band 1 etwas unrealistisch und skurril. Ein Anwalt, der besser Clown geworden wäre – aber sehr charmant und herzerwärmend ist -, und ein kleiner Junge, der plötzlich alleine ein ganzes Geschäft führen soll, obwohl er noch schulpflichtig ist. Und während des Lesens werden immer mehr Fragen vorgeworfen. Woher kommt Tom wirklich, denn was er Oma nennt, ist nur seine Ziehmutter und von seinen Eltern weiß er nichts. Und auch, warum ihm jemand die Geisterbahn stehlen will, kann man sich noch nicht erklären, doch nach und nach wird der Leser mit kleinen Brocken der Geschichte, kleinen Antworten angefüttert, so dass die großen, bohrenden Fragen plötzlich nicht mehr so weh tun, sondern vielmehr neugierig machen. Dazu ein Text, der für Kinder wie Erwachsene unterhaltsam ist und Letzteren auch noch hier und da eine kleine Anspielung auf andere Werke bietet.
Insgesamt also eine fesselnde, lustige, spannende und manchmal leicht absurde Lektüre und zurecht 5 Sterne.